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Juventus: Staatsanwalt fordert 15-monatige Sperre für Antonio Conte

Der „Biaconeri“-Boss entschied sich gegen den Versuch seine Aussage nach zu verhandeln und sieht sich jetzt einer schwerwiegenderen Sperre gegenüber

Turin. Der Staatsanwalt im in Italien als „Scommessopoli“ bezeichneten Manipulationsskandal verlangt für Juventus-Trainer Antonio Conte eine 15-monatige Verbannung von der Seitenlinie.

Einigung hinfällig

Der Chef der Piemonteser hatte eine Übereinkunft mit Stefano Palazzi getroffen, was seine Aussagen betrifft, die vorsah, dass der ehemalige italienische Nationalspieler für drei Monate vom Spielgeschehen suspendiert wird und zusätzlich eine Geldstrafe in Höhe von 200 000 Euro zu entrichten hat.
Die Abmachung wurde nun vom Disziplinarausschuss des Italienischen Fußballverbandes (FIGC) abgewiesen.

Es bestand die Möglichkeit die Inhalte seiner Aussagen zu revidieren und nach zu verhandeln, aber Conte, der behauptete nichts von manipulierten Spielpaarungen während seiner Zeit bei Siena zu wissen, entschied sich gegen diese Option und zog es stattdessen vor, eine Verhandlung in Kauf zu nehmen.

Neues Strafemaß gefordert

Konsequenterweise fordert Palazzi nun eine weit schwerere Strafe für den 43-Jährigen auf Grundlage der Beweise, die der frühere Siena-Spieler Filippo Carobbio vorlegte. Dieser behauptet, dass Conte von den Versuchen die Spiele gegen Novara und Albinoleffe zu beeinflussen, wusste.

“Carobbio hätte die selbe Verurteilung erhalten, auch wenn er den Namen von Conte nicht genannt hätte”, versicherte der Chefankläger und fügte hinzu: „Es gibt keine persönliche, feindselige Komponente.“

„Stattdessen haben wir gezeigt, dass Einheitlichkeit in den Aussagen des Spielers ist.“

Juve-Präsident Andrea Agnelli hat einmal mehr zum Ausdruck gebracht, dass er hinter dem Mann steht, der die „Alte Dame“ zum überraschenden Scudetto-Triumph geführt hat.

„Ich merke, dass das FIGC und ihr Sportjustiz-System fortsetzt außerhalb jeder Logik von Rechten und Fairness zu operieren”, sagte das Oberhaupt der Bianconeri auf der offiziellen Webseite des Vereins.

„Die gestrige Entscheidung des Disziplinarausschusses der nationalen Fußball-Föderation, die sich weigerte die Übereinkunft anzuerkennen, die bereits mit dem Staatsanwalt getroffen wurde, ist ein Bekenntnis der absoluten Unzulänglichkeit des Rechtssystems, des Fußballverbandes und seiner Arbeit.“



Kein Verständnis für unzureichendes Justizsystem

„Ich betone erneut die Unfähigkeit der Interpretation der modern Anforderungen von Professionalität auf höchster Stufe. Es kann nicht sein das der Klub und seine Angestellten fern von jedem Recht auf Verteidigung und Ehre behandelt werden. Ich stelle klar, dass Juventus diese auf jeder Gerichtsebene unterstützen wird”, bekräftigte Agnelli noch einmal seine Empörung über das Urteil und unterstrich, allen betroffenen Personen in jeder erdenklichen Art helfen zu wollen.

Zwei Mitglieder aus Contes Trainerstaab, namentlich Angelo Alessio und Cristian Stellini, sowie Abwehrspieler Leonardo Bonucci und Flügelmann Simone Pepe sind in den Manipulationsskandal verwickelt.

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