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Es war ein echtes Spitzenspiel in Mailand. Doch neben dem Ergebnis standen natürlich die Schiedsrichterentscheidungen im Vordergrund.

Mailand. Nach dem 1:1 in der Serie A zwischen dem AC Mailand und Juventus Turin wurde viel geredet, lamentiert und diskutiert. Im Fokus der Kritik stand hierbei Schiedsrichter Paolo Tagliavento, der beiden Mannschaften jeweils zu Unrecht ein Tor aberkannt hat.

Conte stellt die Favoritenfrage

Juventus-Trainer Antonio Conte war hernach mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden und äußerte sich durchaus mit einem Hauch von Ironie zu den entscheidenden Szenen. „Das Spiel heute hat gezeigt, dass der Schiedsrichter objektiv war. Er machte zwei schwere Fehler, jeweils zu Ungunsten der einen und der anderen Mannschaft“, so Conte gegenüber Goal.com. Auf die Frage, ob Milan Favorit auf den Titelgewinn sei, wandte er sich an die Presse: „Was würden Sie nach der heutigen Partie sagen?“

Abbiati: „Hätten Sieg verdient gehabt“

Milans Torhüter Christian Abbiati konnte mit dem Unentschieden durchaus leben: „In der Kabine waren wir zunächst etwas enttäuscht, aber wir haben gekämpft und hätten durchaus einen Sieg verdient gehabt. Ein Punkt gegen Juve ist aber in Ordnung.“ Zum fälschlicherweise nicht gegebenen Tor von Sulley Muntari gab der 34-Jährige zu Protokoll, zu weit weg gewesen zu sein, allerdings „wäre das Spiel anders gelaufen, hätten wir das zweite Tor gemacht“.

Matri mokiert sich über Milan-Trainer

Juve Torschütze Alessandro Matri war mit der Leistung seiner Mannschaft nicht zufrieden. „Wir haben lange Zeit nicht das gespielt, was wir können. Uns fehlte es an Intensität“, so der 27-Jährige, der dann Milan-Trainer Massimiliano Allegri aufs Korn nahm, der davon sprach, dass der aberkannte Muntari-Treffer das Spiel verzerrt habe: „Hat er das wirklich gesagt? Er macht ja gern einmal Scherze. Ich denke, von einer Verzerrung des Spiels zu reden, ist übertrieben.“

Buffon ehrlich

Im Blickpunkt bei dem nicht gegebenen Treffer in der 25. Minute stand natürlich auch Juve-Keeper Gianluigi Buffon, der die Kugel klar hinter der Linie aus dem Tor fischte. Der Nationaltorwart erklärte pflichtschuldig, nicht beurteilen zu können, ob der Ball im Tor war. „Ich habe nicht gesehen, ob der Ball die Linie überquert hat, denn ich habe nur auf den Ball geschaut und nicht auf die Linie“, so der 34-Jährige, der aber auch ehrlich hinzufügte: „Wenn ich gesehen hätte, dass der Ball im Tor war, hätte ich es dem Schiedsrichter nicht gesagt.“

Emanuelson: „Großartige erste Halbzeit“

Milans Niederländer Urby Emanuelson zeigte sich beeindruckt vom Spiel seines Teams. „Wir haben eine großartige erste Halbzeit gespielt. Und wäre Muntaris Tor zum 2:0 gegeben worden, hätten wir ein anderes Spiel erlebt“, so der Mittelfeldspieler, der zudem noch auf die personelle Situation bei Milan verwies: „Wenn man bedenkt, wer uns heute alles nicht zu Verfügung stand, haben wir es großartig gemacht.“

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