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Nachdem einige Lazio-Fans am Wochenende beim Derby gegen den AS Rom ein Neonazi-Banner mitbrachten, auf dem sie Miroslav Klose huldigten, spricht dieser nun über den Vorfall.

Rom. Da ist es wieder, das Imageproblem. Nachdem Lazio Rom zuletzt eher durch sportlich überzeugende Leistungen auf sich aufmerksam zu machen wusste, kehrte das unschöne Gesicht des Vereins ausgerechnet beim Derby-Sieg gegen den verhassten Erzrivalen, den AS Rom, zurück. Unfreiwillig im Blickpunkt des Geschehens war dabei Held und Siegtorschütze Miroslav Klose, dessen Name sich auf einem Banner rechtsradikaler Fans wiederfand.

Nazi-Banner: „Klose mit uns“

Das zweifelhafte Fan-Equipment, das einige Fans während der Partie entrollten, präsentierte die Worte „Klose mit uns“, eine klare Anspielung auf den während der Nazi-Herrschaft verwendeten Militär-Spruch „Gott mit uns“. Zusätzlich waren die beiden „s“ in Runenschrift verfasst, so wie es zwischen 1933 und 1945 auch bei der Abkürzung „SS“ geschah.

Klose: „Fußball darf nicht mit Politik vermischt werden“

Miroslav Klose, der aufgrund seines Last-Minute-Tores maßgeblichen Anteil am Sieg der „Laziali“ hat, wünscht sich, diese Art der Zuneigung zukünftig nicht mehr über sich ergehen lassen zu müssen. „Fußball darf nicht mit Politik vermischt werden. Die Politik muss außerhalb des Stadions bleiben", so der deutschen Nationalspieler gegenüber der italienischen Nachrichtenagentur ANSA.

Unsaubere Vergangenheit

Ob sein Wunsch in Erfüllung geht, ist hingegen fraglich, denn bereits in der Vergangenheit fielen „Fans“ dieses Klubs mehrfach durch antisemitische oder rechtsradikale Äußerungen aufgefallen. Eng verbunden mit solchen Aktionen ist stets auch der Name des Ex-„Lazili" Paolo Di Canio, der für einen der größten Skandale der Vereinsgeschichte sorgte, als er beim Torjubel zum Hitler-Gruß - der Spieler selbst sprach hinterher vom „römischen Gruß“ - ansetzte.

Eure Meinung: Was kann man gegen rechtsradikale Fans tun?

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