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Milan rüstet sich zur neuen Torfabrik - Juventus steht am Ende ohne Knipser da
Der Endspurt beim Sommerschlussverkauf hatte es in sich. Vor allem die Entwicklungen in Italien wurden noch einmal interessant. Der AC Milan zeigte, wie man gut wirtschaften und sein Team mit Hochkarätern bestücken kann, während Juve am Ende ohne echten Knipser in die Saison geht.
Von Francois DUCHATEAU
Turin/Mailand. Seit gestern ist das Sommertheater vorbei, das Transferfenster ist geschlossen. Während der AC Mailand einen famosen Endspurt einlegte, schien man bei Juventus Turin nichts aus der 0:1-Pleite beim AS Bari am ersten Spieltag gelernt zu haben.
Komplettrenovierung nach dem Seuchenjahr
Mit Luigi Del Neri hat die „alte Dame“ den perfekten Trainer gefunden, um frischen Wind in den Traditionsverein zu bringen, der mit einer Komplettrenovierung auf das vergangene Seuchenjahr reagierte. Der Brillenträger, der von Sampdoria Genua an den Po kam, steht für attraktiven Systemfußball, bei dem Dynamik mehr zählt als große Namen. Dieses Konzept spiegelt sich auch in der Turiner Transferbilanz wider, auch wenn beispielsweise ein Supertalent wie Giovinco verliehen wurde: Alteingesessene Profis wie Mauro Camoranesi, Christian Poulsen, Fabio Cannavaro oder Jonathan Zebina wurden verabschiedet, stattdessen kamen viele Lichtblicke mit Potenzial ins Piemont wie Marco Motta, Davide Lanzafame, Leonardo Bonucci oder Milos Krasic.
Ohne Diego und Trezeguet noch schwächer im Sturm

Während das zentrale Mittelfeld zudem noch mit Alberto Aquilani verstärkt wurde, hat Juve es verpasst, im Angriff aufzurüsten. Die aktuelle Besetzung erscheint schwächer als die letzte.
In der Vorbereitung hatte Diego auch unter Del Neri sein Potenzial aufblitzen lassen – und servierte Amauri prächtige Vorlagen. Auch das Kopfballungeheuer traf endlich ins Schwarze. Funktionieren beide nur in Kombination? Letztendlich wurde der Ex-Bremer an den VfL Wolfsburg abgegeben. Ob dieser Wechsel nun aus finanziellen Wünschen von Spielerseite oder systematischen Argumenten von Vereinsseite entstand bleibt offen. Fakt ist: Diego ist ebenso nicht mehr da, wie David Trezeguet. Mit der Freigabe des Franzosen machte man nach zehn Jahren den Platz für neue Impulse im Juve-Sturm. Doch was war an durchschnittlich 17 Toren pro Jahr pro Jahr so verkehrt? Auch wenn Trezeguet vergangene Spielzeit oft verletzt war: Stand er auf dem Platz, hinterließ er einen spritzigen Eindruck.
Verzweifelte Konzeptlosigkeit
Am Ende der Transferphase kommt es so rüber, als hätte die Turiner Führung kein klares Konzept zur Sturmfrage in petto gehabt. Wie verzweifelt die Lage war, dokumentiert das Hick-Hack der letzten Tage: Erst wurde Antonio Di Natale spontan gefragt und nach dessen Absage war einen Tag später Fabio Quagliarella auf einmal Wunschspieler Numero Uno. Der Nationalstürmer kam letztendlich für 4,5 Millionen Euro vom SSC Neapel, doch ist ebenso wenig ein Garant für über zwanzig Tore wie Iaquinta, Amauri und Altstar Alessandro Del Piero. Mit diesen vier Stürmern gehen die „Bianconeri“ in die neue Saison. In Notfällen, kündigte Del Neri an, könne Martinez vorne auflaufen. Erfolgsversprechend klingt das nicht.
„Verjüngung“ als Vorwand
Wenn man die Berichte und Stimmen auswertet, kann man zu folgendem Schluss kommen: Kein Dzeko, kein Adebayor, kein Forlan oder Agüero, kein Huntelaar, kein Pazzini und kurz vor Deadline auch kein Borriello. Der Stürmer des AC Mailand, der jetzt das Trikot der Roma trägt „wäre nur eine temporäre Lösung gewesen“, entschuldigt sich Sportdirektor Beppe Marotta gegenüber Eurosport. „Wir haben uns dafür entschieden, die Finger davon zu lassen und uns aus den Gesprächen verabschiedet. Es war eine harte Transferphase, aber uns geht es um die Verjüngung und wir sind zufrieden. Nicht jeder Wunsch kann aber erfüllt werden.“
Umbruch braucht Zeit
Dass Juves Umbruch Zeit braucht, zeigte der Auftakt gegen Bari. In der Sturmfrage könnten die Turiner allerdings zu blauäugig an die Sache herangegangen sein. Fraglich, wer in Turin nun für Tore stehen soll, zumal die Chancenverwertung das größte Sorgenkind im vergangenen Jahr war. Personell ist der Sturmbesetzung alles andere als eine Kampfansage an die Spitzengruppe.
Mailänder Torfabrik?
Das komplette Gegenprogramm hat der AC Mailand in den letzten Tagen gefahren. Berlusconis Geduld mit Borriello und Huntelaar war zu Ende. Last Minute wurde Zlatan Ibrahimovic für kleines Geld geliehen und auch Robinho soll vorne für Wirbel sorgen. Mit so einer Torfabrik hingegen kann man Meister werden.

Eure Meinung: Hat Juve es verpasst, einen Knipser zu kaufen? Könnte Milans Torfabrik den Scudetto bescheren?
Komplettrenovierung nach dem Seuchenjahr
Mit Luigi Del Neri hat die „alte Dame“ den perfekten Trainer gefunden, um frischen Wind in den Traditionsverein zu bringen, der mit einer Komplettrenovierung auf das vergangene Seuchenjahr reagierte. Der Brillenträger, der von Sampdoria Genua an den Po kam, steht für attraktiven Systemfußball, bei dem Dynamik mehr zählt als große Namen. Dieses Konzept spiegelt sich auch in der Turiner Transferbilanz wider, auch wenn beispielsweise ein Supertalent wie Giovinco verliehen wurde: Alteingesessene Profis wie Mauro Camoranesi, Christian Poulsen, Fabio Cannavaro oder Jonathan Zebina wurden verabschiedet, stattdessen kamen viele Lichtblicke mit Potenzial ins Piemont wie Marco Motta, Davide Lanzafame, Leonardo Bonucci oder Milos Krasic.
Ohne Diego und Trezeguet noch schwächer im Sturm

Während das zentrale Mittelfeld zudem noch mit Alberto Aquilani verstärkt wurde, hat Juve es verpasst, im Angriff aufzurüsten. Die aktuelle Besetzung erscheint schwächer als die letzte.
In der Vorbereitung hatte Diego auch unter Del Neri sein Potenzial aufblitzen lassen – und servierte Amauri prächtige Vorlagen. Auch das Kopfballungeheuer traf endlich ins Schwarze. Funktionieren beide nur in Kombination? Letztendlich wurde der Ex-Bremer an den VfL Wolfsburg abgegeben. Ob dieser Wechsel nun aus finanziellen Wünschen von Spielerseite oder systematischen Argumenten von Vereinsseite entstand bleibt offen. Fakt ist: Diego ist ebenso nicht mehr da, wie David Trezeguet. Mit der Freigabe des Franzosen machte man nach zehn Jahren den Platz für neue Impulse im Juve-Sturm. Doch was war an durchschnittlich 17 Toren pro Jahr pro Jahr so verkehrt? Auch wenn Trezeguet vergangene Spielzeit oft verletzt war: Stand er auf dem Platz, hinterließ er einen spritzigen Eindruck.
Verzweifelte Konzeptlosigkeit
Am Ende der Transferphase kommt es so rüber, als hätte die Turiner Führung kein klares Konzept zur Sturmfrage in petto gehabt. Wie verzweifelt die Lage war, dokumentiert das Hick-Hack der letzten Tage: Erst wurde Antonio Di Natale spontan gefragt und nach dessen Absage war einen Tag später Fabio Quagliarella auf einmal Wunschspieler Numero Uno. Der Nationalstürmer kam letztendlich für 4,5 Millionen Euro vom SSC Neapel, doch ist ebenso wenig ein Garant für über zwanzig Tore wie Iaquinta, Amauri und Altstar Alessandro Del Piero. Mit diesen vier Stürmern gehen die „Bianconeri“ in die neue Saison. In Notfällen, kündigte Del Neri an, könne Martinez vorne auflaufen. Erfolgsversprechend klingt das nicht.
„Verjüngung“ als Vorwand
Wenn man die Berichte und Stimmen auswertet, kann man zu folgendem Schluss kommen: Kein Dzeko, kein Adebayor, kein Forlan oder Agüero, kein Huntelaar, kein Pazzini und kurz vor Deadline auch kein Borriello. Der Stürmer des AC Mailand, der jetzt das Trikot der Roma trägt „wäre nur eine temporäre Lösung gewesen“, entschuldigt sich Sportdirektor Beppe Marotta gegenüber Eurosport. „Wir haben uns dafür entschieden, die Finger davon zu lassen und uns aus den Gesprächen verabschiedet. Es war eine harte Transferphase, aber uns geht es um die Verjüngung und wir sind zufrieden. Nicht jeder Wunsch kann aber erfüllt werden.“Umbruch braucht Zeit
Dass Juves Umbruch Zeit braucht, zeigte der Auftakt gegen Bari. In der Sturmfrage könnten die Turiner allerdings zu blauäugig an die Sache herangegangen sein. Fraglich, wer in Turin nun für Tore stehen soll, zumal die Chancenverwertung das größte Sorgenkind im vergangenen Jahr war. Personell ist der Sturmbesetzung alles andere als eine Kampfansage an die Spitzengruppe.
Mailänder Torfabrik?
Das komplette Gegenprogramm hat der AC Mailand in den letzten Tagen gefahren. Berlusconis Geduld mit Borriello und Huntelaar war zu Ende. Last Minute wurde Zlatan Ibrahimovic für kleines Geld geliehen und auch Robinho soll vorne für Wirbel sorgen. Mit so einer Torfabrik hingegen kann man Meister werden.

Eure Meinung: Hat Juve es verpasst, einen Knipser zu kaufen? Könnte Milans Torfabrik den Scudetto bescheren?
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