Italien: Regierung setzt auf Balotelli im Kampf gegen Rassismus

Die neue italienische Integrationsministerin Cecile Kyenge will den Stürmer in einer Kampagne einsetzen.
Rom. Fußball-Star Mario Balotelli vom AC Mailand will mit der italienischen Regierung an einer Kampagne gegen Rassismus und Diskriminierung zusammenarbeiten.

Der 22-Jährige nahm das Angebot der neuen Integrationsministerin Cecile Kyenge an, die ihn für eine Kampagne zur Reform des Staatsbürgerschaftrechts und gegen Rassismus einsetzen will.

Die neue Integrationsministerin verlangt, dass in Italien zur Welt gekommene Migrantenkinder automatisch die Staatsbürgerschaft jenes Landes erhalten, in dem sie geboren sind. Balotelli, Stürmerstar und Enfant terrible von Milan, soll als Gesicht der Kampagne fungieren.

"Furcht vor der Andersartigkeit noch sehr stark"

"Ich stehe für jede Initiative der Institutionen zur Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung", sagte Balotelli, der in Palermo zur Welt gekommen ist. Seine Eltern sind Ghanaer, er wurde jedoch von einer lombardischen Familie adoptiert und ist seit seinem 18. Lebensjahr italienischer Staatsbürger. Kyenge hingegen wurde im Kongo geboren und kam zum Medizinstudium nach Italien.

Seit den Parlamentswahlen im Februar ist die 48-Jährige Mitglied des Abgeordnetenhauses und seit wenigen Tagen erste farbige Ministerin in dem südeuropäischen Land. Sie sagt: "Die Furcht vor der Andersartigkeit ist in Italien noch sehr stark." Das spiegelte sich auch in einer Reaktionen eines Lokalpolitikers der fremdenfeindlichen Lega Nord wider. Er rief nach der Wahl auf seiner Facebook-Seite dazu auf, Kyenge "auszuschalten".

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