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Gebetswache für verstorbenen Piermario Morosini

Am Dienstagabend nahmen hunderte Fans in Piermario Morosinis Heimatstadt Bergamo an einem Fackelumzug und einer Gebetswache zu seinen Ehren teil.

Bergamo. Am Samstag ereignete sich ein tragischer Zwischenfall in der italienischen Serie B. Im Spiel Pescara Calcio gegen AS Livorno brach Piermario Morosini in der 31. Minute zusammen und verstarb. Am Dienstagabend nahmen die Fans in seiner Heimatstadt nun von ihm Abschied.

Gebetswache und Fackelumzug in Bergamo

Wie der Sport-Informations-Dienst berichtete, nahmen mehrere Hundert Fans an einem Fackelumzug und einer Gebetswache in Bergamo teil. Die meisten trugen Livorno-Trikots mit Morosinis Rückennumer 25. Sie warteten vor dem Stadion Bergamos auf den Leichenwagen, welcher eine Runde durch das Stadion fuhr. Anschließend legten zwei Polizisten in Namen des italienischen Staatspräsidenten Giorgio Napolitano ab, welcher vom Bischof Livornos, Simone Giusti, gesegnet wurde.

Beisetzung am Donnerstag

Anschließend setzte sich der Fackelzug in Bewegung und der Sarg des Zweitligaprofis wurde bis in das Stadtviertel Monterosso getragen, wo sich die Wohnung Morosinis befindet. In Livorno erwiesen rund 8.000 Menschen Piermario Morosini die letzte Ehre. Bis zu seiner Beerdigung am Donnerstag wird er in der Kirche Monterossos aufgebahrt. An der Beisetzung werden auch Italiens Nationaltrainer Cesare Prandelli und der Präsident des italienischen Fußballverbands FIGC, Giancarlo Abete, teilnehmen. Piermario Morosini soll auf dem Friedhof Bergamo beigesetzt werden, auf dem auch schon seine Eltern und ein Bruder ihre letzte Ruhe finden.

Genetischer Herzdefekt wahrscheinlich

Die Ärzte in Pescara haben den Leichnam obduziert und konnten einen Herzinfarkt oder Aneurysma ausschließen. Sie gehen von einem angeborenen Herzfehler als Todesursache aus. Unterdessen befasst sich auch die Staatsanwaltschaft mit dem Tod des Profis. Sie will klären, warum der Rettungswagen erst mit circa vierminütiger Verspätung in das Stadion fahren konnte. Angeblich soll ein Polizeifahrzeug die Einfahrt blockiert haben.

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