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Alle Welt schaut nach Italien und Deutschland, wo noch zwei Vereine eine Chance auf das so begehrte Triple haben. Während der FC Bayern München in Deutschland die Meisterschaft schon praktisch sicher hat, muss Inter Mailand in Italien noch um den Titel bangen. Mit einem Erfolg gegen Lazio Rom konnten sich die Kicker von Trainer José Mourinho aber eine gute Ausgangslage erarbeiten und die Römer liegen nun weiter im Tabellenkeller. Der Abstieg konnte noch nicht endgültig ad acta gelegt werden.

(dew) Rom. Wenn Inter Mailand an diesem Abend jubelte, dann jubelte das ganze Stadion mit. Und das bei einem Auswärtsspiel! Denn mit dem Erfolg sicherte sich die Mannschaft von José Mourinho wieder die Tabellenführung in der Serie A und löste damit den AS Rom ab. Das freute auch die Anhänger von Lazio Rom, die mit der 0:2-Niederlage nur allzu gut leben konnte.

Mailand beginnt stark

Aber die Gäste starteten sehr stark in diese Begegnung, drängten in den ersten Minuten der Begegnung auf eine frühe Führung. Diese Phase überstand Lazio Rom aber unbeschadet. Dabei hätte nach neun Minuten etwa schon das 1:0 für die Gäste fallen können, als Thiago Motta mit einem fulminanten Weitschuss Fernando Muslera im Kasten der Gastgeber prüfte. Nicht einmal 60 Sekunden später musste der Schlussmann wieder ran, als er einen Freistoß von Wesley Sneijder stark an den Außenpfosten lenkte. Ganz klar: Muslera war der Mann der ersten Minuten. Er hielt seine Mannschaft mit sensationellen Paraden im Spiel.

Fans mit unglaublichen Szenen

Und so gehörte die erste Viertelstunde den Gästen aus Mailand. Unglaublich wurde es aber nach 16 Minuten: Nach der ersten Chance für die Gastgeber pfiffen die heimischen (!) Fans. Der Grund: Mit einem Sieg ihrer Mannschaft würde der Stadtrivale AS Rom der Meisterschaft ein Stück näher kommen. Deshalb wollten die Zuschauer am liebsten ihre Mannschaft verlieren sehen. Aber auch bis zur 30. Minute blieb Inter das bessere Team, wenngleich Lazio nun bemühter nach vorne agierte. Chancen auf Seiten der Gäste hatte etwa noch Dejan Stankovic, der eine direkte Abnahme aber über den Kasten donnerte (26.). Die Möglichkeiten wurden nun aber seltener, wobei Muslera seine Truppe noch einmal nach 36 Minuten im Spiel hielt, als er im Eins-gegen-Eins mit Samuel Eto´o die Oberhand behielt.

Später Treffer vor der Pause

Später machte es dann Walter Samuel besser: Nach einer Musterflanke von Wesley Sneijder war er sieben Meter vor dem Tor mit dem Kopf zur Stelle und er drückte das Leder zum 1:0 für die Gäste über die Linie. Nun waren die Fans beider (!) Lager am Jubeln und der AS Rom nahm es wohl von der Couch aus mit Missmut zur Kenntnis. Die Führung zur Pause war natürlich absolut verdient, weil Inter das deutlich bessere Team war und sich eine große Zahl an dicken Chancen herausspielen konnte. Lediglich Muslera hatte bis zur besagten Minute vor dem Kabinengang etwas gegen einen Treffer. Aber auch er war letztlich chancenlos gewesen beim Tor durch Samuel. Nun durfte man gespannt sein, wie es in den zweiten 45 Minuten weitergehen würde.

Flotter Beginn

Und es ging flott weiter. Denn beide Mannschaften kamen sehr bemüht aus den Kabinen, versuchten den Gang nach vorne einzulegen. In der ersten Viertelstunde war dabei auffällig, dass Lazio Rom oft sehr lange in Ballbesitz blieb. Offenbar wollte der noch vom Abstieg bedrohte Klub die Lücke im Bollwerk von Inter Mailand abwarten. Das Problem: Bisher taten sich da keine auf. Solange die Gäste so konzentriert in der Defensive standen und nach vorne auf Konter lauerten, schien hier nichts anzubrennen. Auffällig war, wie oft Mauro Matias Zarate für Lazio Rom den Schalter umzulegen versuchte. Aber ihm glückte nicht viel. Immer wieder kamen seine Pässe zu spät oder zu ungenau. Somit wurden einige Chancen schon in der Entstehung vergeben.

Eto´o vergibt, Motta nicht

Anders sah das bei den Gästen aus, die ihre Szenen sehr stark ausspielten. So hatte Eto´o wieder eine dicke Chance, als er nach 69 Minuten abzog, seinen Meister aber erneut in Muslera fand. Der Schlussmann kratzt das Leder aus dem Winkel und klärte so zur Ecke. Diese sollte dann aber wieder erfolgreich für Inter verlaufen. In der Mitte war Thiago Motta nach der Hereingabe zur Stelle und er nickte das Leder über die Linie (70.). Nun stand es 2:0 für Inter Mailand und die Begegnung schien gelaufen zu sein. Hier glaubte kaum noch jemand an eine Wende, zu deutlich war Lazio Rom spielerisch unterlegen. Deshalb ließ das Match auch immer wieder an Niveau nach, Lazio Rom konnte und wollte nicht mehr, Inter Mailand musste nicht mehr.

Lazio zittert weiter

Und deshalb blieb es auch bei diesem verdienten Sieg der Gäste. Inter Mailand ist damit Tabellenführer, löst den AS Rom wieder ab. Das ist die Nachricht des Abends, die eigentlich jeden im Stadion zufriedenstellte. Lazio Rom hingegen hat damit den Klassenerhalt noch nicht perfekt gemacht, liegt derzeit fünf Punkte vor der „verbotenen“ Zone und Atalanta Bergamo in der italienischen Serie A.

Eure Meinung: Kann Inter Mailand das Triple gewinnen? Und muss Lazio Rom nochmals richtig um den Klassenerhalt zittern?

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