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Spanien: Doppelpack-Schütze Cristiano Ronaldo bekommt eine Beule

Der Weltfußballer erzielte zwei Treffer und stand auch danach weiterhin im Mittelpunkt des Geschehens. Nach der Partie trug sich das Team in die Geschichtsbücher ein.

Madrid. Der Schock über die Feuerzeug-Attacke auf Weltfußballer Ronaldo überschattete bei Real Madrid kurzzeitig sogar den historischen Erfolg. Erst als der Doppeltorschütze nach dem 2:0 (2:0)-Erfolg im Rückspiel des Pokal-Halbfinals beim Lokalrivalen Atlético Entwarnung gegeben hatte, überwog der Stolz beim Rekordmeister. Denn erstmals in der Geschichte des Wettbewerbs schaffte es ein Team, ohne Gegentor ins Finale einzuziehen.

"Ich habe eine kleine Beule, aber es ist nicht schlimm", sagte der Portugiese, der kurz nach Halbzeitpfiff beim Gang in die Kabine von dem gelben Wurfgeschoss getroffen worden war. Der 29-Jährige wurde kurz auf dem Platz behandelt, konnte aber dann weiterspielen. Es war der Aufreger des Spiels, das nach den beiden frühen Elfmetertoren längst entschieden war. Bereits das Hinspiel hatte Real klar mit 3:0 gewonnen.

Atletico droht Geldstrafe

"Es gibt immer irgendeinen Vollidioten, der die Stimmung zerstört. Aber das ist nicht repräsentativ für ihre Fans", sagte Real-Torhüter Iker Casillas. Der unterlegene Gastgeber war dagegen mehr als glücklich, dass dem Ausnahmespieler nicht mehr passierte. "Ich bin froh, dass Cristiano keine Probleme hat", sagte Vizepräsident Clemente Villaverde.

Sowohl dem mittlerweile identifizierten Übeltäter als auch dem Klub drohen eine saftige Strafe. Schiedsrichter Alberto Undiano Mallenco vermerkte den Vorfall im Spielbericht, eine Stadionsperre bis hin zu drei Begegnungen ist möglich. Eine Geldstrafe gilt als sicher. "Es war ein isolierter Vorfall. Sonst ist nichts auf das Spielfeld geworfen worden", sagte Villaverde weiter und versuchte sich bereits an Schadensbegrenzung.

Manquillo im Krankenhaus

Wenige Minuten vor der Wurfattacke stand Ronaldo ebenfalls im Mittelpunkt, diesmal allerdings als Verursacher. Und auch dabei durften alle Beteiligten froh sein, dass nicht mehr passierte. Bei einem Kopfballduell hatte der Portugiese Ronaldo seinen Gegenspieler Javier Manquillo gefoult, dieser überschlug sich und landete unglücklich mit dem Kopf auf dem Boden.

Noch in der Halbzeitpause wurde der 19-Jährige ins Krankenhaus gebracht, dort stellten die Ärzte eine Halswirbelstauchung fest - Manquillo musste die Nacht im Hospital verbringen. Immerhin verliefen die Röntgenaufnahmen und neurologischen Tests nach Mitteilung des Vereins positiv. Medienberichten zufolge erkundigte sich Ronaldo nach dem Spiel telefonisch bei Manquillo nach dessen Gesundheitszustand.

Rekord für Real

Für den entthronten Titelverteidiger Atletico war es aber nicht nur deshalb ein ernüchternder Abend. Innerhalb von nur einer Woche bekam der in dieser Saison stark aufspielende Klub ausgerechnet vom Lokalrivalen zweimal die Grenzen aufgezeigt. Zudem hatte es für das Team von Trainer Diego Simeone am vergangenen Wochenende beim 0:2 in Almeria einen weiteren Rückschlag gegeben.

"Natürlich bin ich nicht glücklich, und auch die Mannschaft ist nicht glücklich", sagte der ehemalige argentinische Nationalspieler: "Wir hätten einige Dinge besser machen können, aber wenigstens haben wir es versucht." Nicht wirklich daran beteiligt war allerdings Ex-Bundesligaprofi Diego. Der ehemalige Bremer und Wolfsburger wurde in der Halbzeitpause ausgewechselt.

Die Gäste sicherten sich mit dem Erfolg dagegen den Eintrag in die Geschichtsbücher. 13:0 lautet die Tordifferenz vor dem Finale am 19. April. Lediglich einmal gingen die Madrilenen im Wettbewerb nicht als Sieger vom Platz - ausgerechnet in ihrem ersten Spiel beim Zweitligisten Olimpic Xativa.

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