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Am kommenden Freitag trifft Barca im spanischen Pokalfinale auf den Europa-League-Finalisten Bilbao. Pep Guardiola will sich mit dem Gewinn des „Königspokals“ verabschieden.

Bilbao/Barcelona. Im Estadion Vicente Calderon in Madrid entscheidet sich zwischen Athletic Bilbao und dem FC Barcelona, wer neuer spanischer Pokalsieger 2012 wird. Sowohl der Vizemeister aus Katalonien als auch der Tabellenzehnte aus Bilbao mussten auf europäischer Ebene schmerzhafte Niederlagen erfahren. Barca schied im Halbfinale gegen den späteren Champions-League-Sieger FC Chelsea höchst unglücklich aus. Und auch bei den Spielern von Athletic Bilbao dürfte die 0:3-Niederlage im Europa-League-Finale gegen Atletico Madrid noch nicht ganz aus den Köpfen sein.

Verletzungssorgen bei den Katalanen

Die Bilanz beider Mannschaften spricht klar für den spanischen Rekordpokalsieger aus Barcelona: Von 38 Duellen gewannen die Katalanen 28 Spiele und gingen nur dreimal als Verlierer vom Platz. In dieser Saison unterlag Bilbao in Barcelona mit 0:2, erkämpfte sich jedoch im heimischen Stadion ein 2:2 Unentschieden.

Bilbaos Coach Marcelo Bielsa kann am Freitag im Gegensatz zu seinem Pendant Pep Guardiola aus dem Vollen schöpfen. Dieser hingegen muss auf Außenverteidiger Dani Alves verzichten, der sich im Training das Schlüsselbein gebrochen hat. Wie am Mittwoch außerdem bekannt wurde, fällt Spaniens Sturmhoffnung David Villa nicht nur für das Pokalfinale, sondern auch für die EM aus. Er laboriert immer noch an einem Schienbeinbruch, den er sich im Finale der Klubweltmeisterschaft im Winter zugezogen hat.
Bilbaos Hoffnungen auf einen Pokalerfolg ruhen vor allem auf Stürmer Fernando Llorente, der in der abgelaufenen Saison in 55 Partien schon 29 Mal erfolgreich war. Er ebnete seiner Mannschaft mit fünf Treffern unter anderem gegen RCD Mallorca und CD Mirandes den Weg ins Finale. Bester Schütze auf Seiten der Katalanen ist Cesc Fabregas mit drei Treffern gegen CA Osasuna und den FC Valencia.

Pep Guardiola sagt Adios

Die 108. Auflage des spanischen Fußballpokals Copa del Rey ist zugleich das letzte Spiel von Pep Guardiola als Cheftrainer des FC Barcelona. Der smarte Spanier, der seit 2008 die Profis trainiert und zuvor Teil der Nachwuchsakademie des FC Barcelona „La Masia“ war, tritt als Trainer der Katalanen ab. Nachfolger wird sein jetziger Assistent Tito Vilanova. Unter Guardiolas Regie gewann das Team unter anderem dreimal die spanische Meisterschaft und holte zweimal die Champions League. In seinem letzten Spiel möchte er den Pokalerfolg aus dem Jahr 2009 wiederholen – Gegner damals wie heute ist Athletic Bilbao. Die Partie vor drei Jahren entschied der FC Barcelona mit einem deutlichen 4:1-Erfolg zu seinen Gunsten.

Ärger um Austragungsort des Finals

Der Modus des Pokals sieht es vor, dass Endspiele immer auf neutralem Boden ausgetragen werden müssen. Um möglichst vielen Zuschauer die Möglichkeit zu bieten, die Finalpartie am 25.05. live im Stadion sehen zu können, sollte das Spiel deshalb ursprünglich im Estadio Bernabeu in Madrid ausgetragen werden. Mit einem Fassungsvermögen von über 80.000 Zuschauern ist es hinter der Spielstätte des FC Barcelona, dem Camp Nou, mit knapp 100.000 Plätzen die größte Fußballarena in Spanien.

Real Madrid hatte sich zuvor jedoch geweigert sein Stadion zur Verfügung zu stellen – angeblich aufgrund wichtiger Reparaturmaßnahmen. Kurios dabei ist, dass Titelverteidiger Real Madrid im Viertelfinale ausgerechnet gegen den FC Barcelona aus dem Turnier flog. „Wenn Barcelona nicht im Finale stehen würde, hätte das Spiel wahrscheinlich im Bernabeu stattgefunden“, kommentierte Barca-Trainer Pep Guardiola die Entscheidung des Erzrivalen. Er geht wie die meisten Beobachter davon aus, dass die hitzigen Duelle im „El Clasico“ der wahre Grund für die Absage von Real sind. Das Finale findet nun dennoch in Madrid statt, jedoch im Estadio Vicente Calderon vom Lokalrivalen Atletico Madrid, welches Platz für rund 54.000 Zuschauer bietet.

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