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Der Superstar der Albiceleste wird das Spiel gegen Deutschland verpassen. Gerüchte, er wolle sich ganz aus dem Nationalteam zurückziehen, dürften an der Wahrheit vorbeizielen.

KOMMENTAR
Von Ben Hayward

Aus Lionel Messi und der argentinischen Nationalmannschaft ist nie eine solche Liebesbeziehung geworden wie aus der Verbindung des Superstars mit dem FC Barcelona. Auch während der letzten WM hat es wieder nicht zum ganz großen Wurf gereicht. Trotz Teilnahme am Finale und einem Messi, der sein Team durch die ersten Spiele getragen hat, wurde der Angreifer von Teilen der Bevölkerung für den verpassten Titelgewinn verantwortlich gemacht.

Am heutigen Mittwoch wird Messi in der Neuauflage des Finales gegen Deutschland (20.45 Uhr, LIVE-Ticker bei Goal) fehlen. Er hat sich in der letzten Partie gegen Villarreal (0:1) eine leichte Verletzung zugezogen und kann nicht antreten. Vielerorts wurde daraufhin spekuliert, dass ihm dieser Ausfall ganz gelegen komme und er mit dem Gedanken spiele, endgültig aus dem Nationalteam zurückzutreten.

Messi wird nicht zurücktreten

Diese Gerüchte entsprechen jedoch nicht der Wahrheit, wie Messis Vater verrät: "Lionel wird das Nationalteam nicht verlassen. Das ist nur etwas, was sich die Presse ausgedacht hat und nicht der Wahrheit entspricht." Der 27-Jährige will sich in diesem Jahr vielmehr auf den FC Barcelona konzentrieren, da er seinen Trainingsablauf im vergangenen Jahr komplett auf die WM ausgerichtet hat.

Der FC Barcelona hat dem Argentinier für seinen Traum von der Weltmeisterschaft viele Freiheiten gewährt. Unter anderem hat er Verletzungen in seinem Heimatort Rosario auskuriert und ist vor dem Turnier zum Physiologen der Albiceleste geflogen, um sich gezielt auf die WM vorzubereiten.

Messi will Barca Vertrauen zurückgeben

Dieses Vertrauen will Messi seinem Klub in diesem Jahr zurückgeben. Die nächste WM steht erst in vier Jahren an, Barcelona hat nach einem Jahr ohne Titel Vorrang. Die Copa America wird Messi wieder spielen, zuvor allerdings auch einige Freundschaftsspiele auslassen, um für die wichtigen Termine mit Barca fit zu sein.

Ein Rücktritt ist für den Kapitän, der in Argentinien durch seine offensichtliche Trauer über den verpassten WM-Titel viele Unterstützer gefunden hat, aber undenkbar. "Leo ist der Nationalmannschaft mehr verbunden als irgendjemand sonst", sagt auch Messis Teamkollege Javier Mascherano. "Es ist verrückt zu glauben, dass Messi die Seleccion aufgeben könnte."

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