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Milliardär Lim hat den Kaufvertrag noch nicht unterschrieben und ist verärgert über neue Verbindlichkeiten, der Klub versucht, ihn zu besänftigen.

Valencia. Der FC Valencia befindet sich in einer heiklen Phase. Milliardär Peter Lim sollte den Klub eigentlich in eine neue Zukunft führen, doch der Kaufvertrag ist noch nicht unterschrieben und Lim musste bereits unangenehme Überraschungen wegstecken. Zumindest in der Trainerfrage soll bald Klarheit herrschen.

Wie der Kicker meldet, ist die Klub-Stiftung nach wie vor im Besitz der Aktienmehrheit, obwohl Lim bereits am 17. Mai einstimmig zum neuen Besitzer gewählt wurde. Allerdings hat er den Kaufvertrag noch nicht unterzeichnet und jetzt soll Lim sehr verärgert darüber sein, dass der Klub offenbar aus dem Nichts weitere 87 Millionen Euro an ein Unternehmen zahlen soll.

Angeblich habe das betroffene Unternehmen vor zwei Jahren frisches Kapital und die Entschuldung versprochen, was allerdings nicht klappte. Valencia hat nach wie vor 350 Millionen Euro Schulden, der Bau des neuen Stadions ist seit über fünf Jahren stillgelegt. Der Klub will deshalb nur 900.000 Euro zahlen, Lim fordert jetzt Garantien, dass nicht weitere Überraschungen in der Richtung drohen.

Friedensangebot an Lim

Auch sportlich sollen Fakten geschaffen werden, um den Milliardär zur Unterschrift zu bewegen. Der Vertrag mit Trainer Juan Antonio Pizzi wird aufgelöst, er soll von Nuno Espirito Santo beerbt werden. Santo ist ein Klient von Lims Geschäftspartner Jorge Mendes, dem berühmten Spielerberater, seine Verpflichtung ist wohl gleichzeitig ein Friedensangebot des Klubs an den Investor.

Darüber hinaus soll ein neuer Sportdirektor kommen, und auch innerhalb der Mannschaft herrscht noch große Ungewissheit. 28 Lizenzspieler hat Valencia aktuell unter Vertrag. Wie der Kader in der kommenden Saison aussieht, hängt jetzt komplett von Lim und Mendes ab. Sollte der Verkauf platzen, müsste der Verein seine wenigen verbliebenen Stars wohl auch verkaufen.

 

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