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Martino verteidigt Guardiola: "Vermutlich das Beste überhaupt in der Geschichte des Fussballs"

Für Martino ist die Real-Pleite der Bayern noch lange kein Anlass, Guardiolas Philosophie in Frage zu stellen. Die Tiki-Taka-Idee habe nicht nur Barca für immer geprägt.

Barcelona. Barcelonas Trainer Gerardo Martino hat seinen Vorgänger Pep Guardiola gegen die jüngsten Kritiken an seiner ballbesitz-orientierten Spielphilosophie verteidigt. „Man sollte nicht immer Menschen und Spielstile miteinander vergleichen“, betonte der Argentinier auf der Pressekonferenz vor dem Spiel seines FC Barcelona gegen Getafe.

Dass in der laufenden Saison defensiv orientierte und konterstarke Mannschaften das Königsklassen-Finale prägen, spricht für „Tata“ in keiner Weise dafür, dass der Tiki-Taka-Stil überholt sei: „Diese Ideologie galt lange als absolut exzellent. Natürlich kann man nun über Real oder Atletico reden, denn die Ergebnisse sprechen für sie, aber darum muss man anderes nicht schlechtmachen.“

"Vermutlich das Beste in der Geschichte des Fussballs"

Immerhin habe Guardiola mit Barca Historisches geleistet, wenn nicht gar mehr: „Was er bei Barcelona geleistet hat, ist vermutlich das Beste überhaupt in der Geschichte des Fussballs. Nicht nur bei Barca gibt es seit ihm ein Davor und ein Danach, ein großer Stolz für den Verein“, würdigte er Guardiolas Verdienste bei den Katalanen. In seinen vier Jahren in der katalonischen Metropole gewann der 43-Jährige unter anderem zweimal die Champions League, dreimal die spanische Meisterschaft und zweimal die Copa del Rey.

Martino erinnerte zudem daran, dass der Stil, der Barcelona in seiner erfolgreichsten Epoche prägte, auch die Nationalmannschaft zu Titel getragen habe: „Diesen Stil wird man weiter sehen, denn in zwei Monaten schon spielt die Seleccion. Und wenn man Pep für sein Kurzpassspiel kritisiert, ist man vielleicht auch kein ganz so großer Fan der spanischen Nationalmannschaft.“

Tata: Abschieds-Gerüchte "berühren mich nicht"

Auch Martino selbst musste sich in der laufenden Saison, die, wie er selbst betonte, eine "problematische" war, viel Kritik gefallen lassen. In der Copa del Rey unterlag man im Finale Real, in der Königsklasse kam das Aus gegen Atletico. Potenzielle Nachfolger für Martino wurden von den Medien bereits in Stellung gebracht. Laut dem katalonischen Sender TV3 soll Ex-Barca-Spieler Luis Enrique, derzeit bei Celta Vigo, ihn nächste Saison schon beerben.

"Natürlich werden Namen genannt, aber das berührt mich nicht", betonte Martino mit Blick auf die Gerüchte. Viel lieber will sich der 51-Jährige auf die ausstehenden beiden Partien in La Liga konzentrieren: "Diese Spiele werden die Meisterschaft entscheiden. Wir können immer noch gewinnen." Wegen der vier Punkte Rückstand auf Tabellenführer Atletico liegt es "aber nicht mehr in unseren Händen."

Sollte Atletico am Wochenende jedoch bei Levante straucheln, könnte Barca den Rojiblancos am letzten Spieltag im direkten Aufeinandertreffen aber nochmal das Leben schwer machen.

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