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FC Barcelona will Einspruch gegen Transfersperre einlegen

Die Katalanen wollen beim Sport-Schiedsgericht Einspruch gegen die von der FIFA am Mittwoch verhängte Sanktion einlegen, die eine einjährige Transfersperre vorsieht.

Barcelona. Der FC Barcelona hat bekanntgegeben, dass man gegen das von der FIFA am Mittwoch ausgesprochene Transferverbot, das sich über die nächsten beiden Transferperioden erstrecken soll, vorgehen will. Zudem bestritten die Katalanen einige der durch den Weltverband erhobenen Vorwürfe.

Nach einer Untersuchung der FIFA soll sich der spanische Topklub bei der Verpflichtung von Spielern aus dem Ausland unter 18 Jahren mehrfach nicht an die Regeln gehalten haben. Daraufhin belegte man den Klub mit der Transfersperre, die auch Gladbachs Torhüter Marc-Andre ter Stegen betreffen könnte.

Am Mittwochabend gaben die Katalanen dazu ein Statement ab, in welchem sie ihre Vorgehensweise verteidigten. Dazu betonte der Verein, dass man gegen das Urteil der FIFA vorgehen und, falls nötig, das Sport-Schiedsgericht bemühen werde. Des weiteren will man durchsetzen, dass das Transferverbot während der Dauer des Berufungsverfahrens ausgesetzt wird.

Barca wähnt sich im Recht

Barcelona beharrt darauf, dass man den jugendlichen Kickern nicht nur bei ihrer fußballerischen Ausbildung sondern auch bei der Entwicklung ihrer Persönlichkeit helfe, und dass keine Bürgerrechte verletzt worden seien, die die Jugendlichen als legale Einwohner Spaniens natürlich genießen würden.

"Dass wir den Menschen vor dem Sportler sehen, hat die FIFA nicht berücksichtigt und bei der Bestrafung unsere Bildungsmaßnahmen in den Trainingsprogrammen ignoriert", argumentierte man seitens des Klubs weiter.

Hinzu käme, "dass einige Spieler durch FIFA-Beschluss vom Katalanischen Fußballverband aufgefordert wurden an regionalem Meisterschaften teilzunehmen", weshalb diese auch als Bürger der Region anzusehen seien.

Zudem betonten die Barca-Verantwortlichen, dass sie die FIFA bei zahlreichen Gelegenheiten aufgefordert hatten, die Regeln für den Schutz von Minderjährigen zu ändern, und dass das klubeigene Ausbildungszentrum "La Masia" von dem Fußball-Dachverband immer durchweg positive Kritiken bekommen hätte.

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