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Barca beim Clasico unter Druck: "Brauchen ein perfektes Spiel"

Erstmals seit vielen Jahren geht Real Madrid wieder als Favorit in den Clasico gegen den FC Barcelona. Für die Katalanen zählt im Kampf um den Meistertitel nur ein Sieg im Berna...

Madrid. Borussia Dortmund? Atletico Madrid? Die Viertelfinal-Gegner in der Champions League waren für Real Madrid und den FC Barcelona nach der Auslosung am Freitag nur für einen kurzen Moment interessant. Schnell gingen die Gedanken wieder zum Clasico, dem Giganten-Duell der beiden spanischen Erzrivalen am Sonntag. Denn auch wenn im Vorfeld keine Giftpfeile flogen, für Spannung ist gesorgt: Real will sich für die Demütigungen der Vorjahre revanchieren, Barca braucht unbedingt einen Sieg im Titelkampf der Primera División.

"Wir müssen mehr denn je Barca sein. Wir müssen den Ball haben wollen und mutig sein. Wenn wir nicht so agieren, werden wir leiden", sagte Barcelonas Mittelfeld-Star Andrés Iniesta und forderte von seinen Teamkollegen: "Wir müssen praktisch ein perfektes Spiel machen."

Vorentscheidung in der Meisterschaft?

Eine 95. Niederlage im 259. Aufeinandertreffen der beiden ruhmreichen Klubs dürfte für die Katalanen fast schon den K.o. in der Meisterschaft bedeuten. Sieben Punkte Rückstand auf die "Königlichen", die sich seit Monaten in Höchstform präsentieren, wären dann kaum noch aufzuholen. "Wir stehen, wo wir stehen, weil wir Fehler gemacht haben", sagte der nicht unumstrittene Barca-Trainer Gerardo Martino: "Aber niemand sollte uns abschreiben."

Diese Warnung untermauerte der Titelverteidiger mit dem berauschenden 7:0-Kantersieg am vergangenen Wochenende gegen CA Osasuna, bei dem vor allem der dreifache Torschütze Lionel Messi endlich wieder seine Extraklasse demonstrierte. Im direkten Vergleich mit seinem ewigen Widersacher Cristiano Ronaldo, der in der Liga bereits 25 Tore auf dem Konto hat, hinkt der kleine Argentinier (18) aber noch hinterher.

Letzte Real-Niederlage durch  Barca

Weltfußballer Ronaldo geht wie auch seine Teamkollegen mit breiter Brust in das Gipfeltreffen, und das hat weniger mit dem locker herausgespielten Sieg im Achtelfinale der Königsklasse gegen völlig überforderte Schalker zu tun. Seit nunmehr 31 Pflichtspielen ist das Team von Trainer Carlo Ancelotti ungeschlagen, die letzte Niederlage hatte ausgerechnet Barca dem verhassten Rivalen im Hinspiel am 26. Oktober zugefügt.

"Wir sind in einer guten Form und freuen uns sehr auf das Spiel", sagte Ancelotti: "Aber wir müssen bei hundert Prozent sein, wenn wir Barcelona schlagen wollen." Im Vergleich zum Schalke-Spiel dürften die gesetzten Luka Modric, Angel di Maria, Gareth Bale und Karim Benzema wieder in die Startelf rücken.

Ancelotti: Entscheidung erst am letzten Spieltag

Die wichtigste Personalie bei Barca ist Neuzugang Neymar. Der brasilianische Nationalstürmer erfüllte die hohen Erwartungen bislang nicht und musste von der Bank aus mitansehen, wie sein Team Osasuna nach allen Regeln der Kunst auseinandernahm. Vielleicht rettet Neymar die Tatsache, dass er beim Hinspielsieg ein Tor geschossen hat.

Wie auch immer der Clasico ausgeht, Real-Trainer Ancelotti will von einer Vorentscheidung im Titelkampf nichts wissen. Vor allem, weil Atletico Madrid als Tabellenzweiter noch immer kräftig mitmischt. "Ich denke, dass die Liga erst am letzten Spieltag entschieden wird", sagte der Italiener.

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