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Real Madrid droht Ärger durch die EU. Die Union will Grundstück-Geschäfte des Klubs mit der Stadt überprüfen, es droht sogar die Einstellung des geplanten Stadion-Umbaus.

Madrid. Ende Januar hatte Real Madrid die Pläne für den teuren Umbau seines Stadions veröffentlicht, jetzt gibt es offenbar Probleme. Medienberichten zufolge ist die anvisierte Modernisierung ernsthaft in Gefahr, da es bei früheren Geschäften um diverse Grundstücke Ungereimtheiten gegeben haben soll.

Wie die Mundo Deportivo berichtet, untersucht die EU zurzeit, ob Real Madrid bei seinen Grundstück-Geschäften mit der Stadt nicht gesetzeswidrig bevorzugt wurde. Bereits im April 2013 war eine EU-Kommission der Frage nachgegangen, ob Real illegale staatliche Beihilfen erhalten habe. Ende der 90er Jahre hatte Real sein Trainingsgelände, den Ciudad Deportiva verkauft und von der Gemeinde unter anderem ein Grundstück im Vorort Las Tablas erhalten.

Das Gelände durfte allerdings nicht bebaut werden und Jahre später erhielten die Madrilenen im Tausch für das Brachland deutlich wertvollere Grundstücke in der Innenstadt.

Stellungnahme: EU gibt Real einen Monat Zeit

Darüber hinaus erhielt Real 2011 die Erlaubnis, das Bernabeu zu überdachen und an der Fassade des alten Gemäuers, das an einer der teuersten Straßen Madrids liegt, ein Einkaufszentrum und ein Luxushotel zu errichten - für eine vergleichbar günstige Gebühr von elf Millionen Euro an die Stadt.

Ende Januar hatte Madrid die Pläne für den Umbau veröffentlicht, 400 Millionen Euro soll die komplette Überdachung des Stadions kosten. Die EU hat Real jetzt eine Frist von einem Monat gegeben, um zu den Vorwürfen Stellung zu beziehen. Sollte sie zu dem Schluss kommen, dass die Grundstückgeschäfte nicht legal waren, dürfte die Umgestaltung des Bernabeu nicht durchgeführt werden.

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