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Carlo Ancelotti überrascht, "dass di Maria gegen Malaga lieber nicht spielen will"

Vor dem Duell gegen den FC Malaga betont Carlo Ancelotti, wie wichtig jede einzelne Partie im Titelrennen ist. Für Erstaunen sorgte eine angebliche Aussage Angel di Marias.

Madrid. Carlo Ancelotti hat sich auf einer Pressekonferenz am Freitag zu der anstehenden Partie Real Madrids gegen den FC Malaga geäußert. Der Italiener betonte dabei mehrmals, dass sich sein Team trotz der Begegnung gegen den FC Barcelona am nächsten Wochenende ganz auf das Duell gegen die von Bernd Schuster trainierten Andalusier konzentriert.

"Ich glaube nicht, dass wir zu entspannt sind. Ich vertraue meinen Spielern, alle wissen, dass dieses Spiel genauso wichtig ist wie der Clasico", sagte Ancelotti, der auch darauf hinwies, dass die Saison für die Königlichen in eine entscheidende Phase gehe, in der jeder Punkt zähle: "Wir haben oft genug gesagt, dass zu diesem Zeitpunkt alle Spiele wichtig sind. Wir wollen mit der Intensität und Konzentration weitermachen, die wir auch gegen Levante gezeigt haben", so Ancelotti weiter.

"Kein Spiel ist wichtiger als alle anderen"

"Überrascht", zeigte sich der 54-Jährige deswegen von einer angeblichen Aussage Angel di Marias, dessen nächste gelbe Karte die fünfte in dieser Saison wäre: "Ich weiß nicht ob, di Maria wirklich gesagt hat, dass er lieber nicht gegen Malaga spielt, um im Clasico aufzulaufen. Das wundert mich, denn es gibt kein Spiel, das wichtiger ist als alle anderen." Im Moment zähle nur die Partie in La Rosaleda, bei der es die beste Mannschaft auf den Platz zu schicken gelte, "ohne Gedanken daran, dass ein Spieler wegen einer gelben Karte die nächste Partie verpassen könnte."

Erst letzte Woche leistete sich der FC Barcelona bei Abstiegskandidat Valladolid einen schmerzhaften Ausrutscher, der wichtige Punkte im Titelrennen gekostet hat. Ancelotti weiß um die Wichtigkeit von Motivation und elementaren Tugenden zu diesem Zeitpunkt und griff auf eine Fabel aus dem Tierreich zurück: "Es gibt eine schöne Fabel von dem Löwen und der Gazelle: Der Löwe wacht morgens auf und denkt daran, zu rennen, weil er jagen will. Wenn die Gazelle nicht rennt, wird sie vom Löwen gefressen. Ich habe meinen Spielern gesagt: 'Es ist völlig egal, ob du Löwe oder Gazelle bist, das Erste, worum es geht, ist Rennen."



"Alle haben das verstanden"

Bedeckt hielt sich Ancelotti bei seiner Startaufstellung. Offen ist somit auch, ob Jese Rodriguez (fünf Tore, vier Assists) auf einen Platz unter den ersten Elf hoffen kann. Gegen Levante wurde das Eigengewächs erst kurz vor Schluss eingewechselt und stand gegen Atletico gar nicht erst im Kader. Ancelotti: "Mit Jese habe ich jeden Tag gesprochen, er versteht die Situation und ist ganz ruhig. Alle wissen, wie sehr er dem Team geholfen hat und das in den kommenden Spielen auch noch wird."

Unabhängig von einem Startelf-Platz erwartet der frühere Milan-Coach aber, dass alle Spieler "bereit sind": "Denn in diesen Spielen sind sie vielleicht nur eine Minute gefordert, aber es könnte die wichtigste der ganzen Saison sein. Jese und alle anderen haben das verstanden."

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