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FC Barcelona: Medienschelte für Tata Martinos gescheitertes Experiment

Die Pleite bei den Basken hat den Trainer angreifbar gemacht. Er wollte angeblich beweisen, dass man auch mit einer untypischen Spielweise siegen kann und lag damit wohl falsch.

Barcelona. Die 1:3-Niederlage bei Real Sociedad hat dem FC Barcelona nicht nur die Tabellenführung in der Primera Division gekostet, sondern seinem Trainer Gerardo Martino auch jede Menge Kredit bei den Spielern und der Presse gekostet. Der Argentinier wollte dem Team angeblich beweisen, dass es auch barca-untypisch siegen kann. Das Experiment scheiterte.

Wie AS berichtet, hat Martino die Mannschaft am Donnerstag darauf eingestimmt, dass er in San Sebastian ein Experiment wagen möchte. Sechs Wechsel im Vergleich zur siegreichen Elf vom Manchester-Spiel aus der Champions League sollten angeblich nicht nur der Schonung der Stars dienen, sondern auch den Beweis liefern, dass der FC Barcelona auch mit physischem, vertikalem Spiel erfolgreich sein kann.

Martino habe sich gezielt das schwierige Match im Anoeta ausgesucht, weil sich das Barca Pep Guardiolas und Tito Vilanovas dort in der Vergangenheit schwer getan habe. Tatsächlich hat der spanische Meister bei den Basken zuletzt im Mai 2007 unter Frank Rijkaard gewonnen.

Vernichtendes Urteil der Presse

Nachdem das Experiment des 51-Jährigen schief gegangen war, soll er nach dem Spiel in die Trainerkabine geflüchtet sein und nicht mit der Mannschaft gesprochen haben. In der spanischen Presse musste sich Martino jede Menge Kritik gefallen lassen. Besonders die Maßnahme, den sonst kaum eingesetzten Alex Song auf der Sechserposition zu bringen, trug ihm Kritik ein.

AS urteilte vernichtend: "Ein Sieg hätte Martino zum Genie gemacht, aber er wurde zum Trottel. Gerade Alex Song war desorientiert und nicht in der Lage, die Bälle zu verteilen. Dies war aber nicht der Fehler des Kameruners. Der Trainer hat die Mannschaft ins Schlachthaus geführt."

EURE MEINUNG: Wie seht ihr das Experiment von Tata Martino?

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