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Real Madrid plant "höchstentwickeltes Stadion des 21. Jahrhunderts"

Das Estadio Santiago Bernabeu soll umgebaut werden. Real Madrid plant ein hochmodernes Stadion und vertraut dabei auf deutsche Architekten.

Madrid. Das Estadio Santiago Bernabeu ist legendär. Hier gewann die spanische Nationalmannschaft 1964 ihren ersten EM-Titel oder Italien 1982 gegen Deutschland die Weltmeisterschaft. Hier ereignete sich am 1. April 1998 der "Torfall von Madrid" und hier verlor Bayern München 2010 das Finale der Champions League. Die Hausherren von Real Madrid wollen es nun zu einer "Ikone", zu einem neuen "Weltsymbol" umbauen, wie Florentino Perez die Pläne umschrieb. 

"Wir wollen ein Santiago Bernabeu, das sich zum besten Stadion der Welt entwickelt und in dem der Fan die beste fußballerische Erfahrung hat", erklärte der Präsident bei der Präsentation der Umbaupläne.

Für rund 400 Millionen Euro sollen die deutschen Architekten von gmp (Gerkan, Marg und Partner) ein völlig neues Gefühl im Bernabeu erschaffen. "Wir wollen es zum höchstentwickelten Stadion des 21. Jahrhunderts machen", betonte Volkwin Marg, der schon den Umbau des Berliner Olympiastadions verantwortete und die WM-Arenen in Manaus sowie Brasilia entwarf.

"Ich habe die Ehre, am Bau von mehr als 20 Stadien beteiligt gewesen zu sein, aber dieses Projekt ist ohne Zweifel das bedeutendste in unserer beruflichen Laufbahn", freute sich der Architekt weiter.

Neues Stadion soll "eine Quelle des Stolzes" werden

"Das neue Santiago Bernabeu wird ein privilegiertes Gebiet der Emotionen und eine Quelle des Stolzes für alle unsere Mitglieder und Fans sein", legte Perez die Messlatte hoch. Fassen soll es nach Bauende 2017 knapp 90.000 Zuschauer. Die Arbeiten sollen parallel zum normalen Spielbetrieb durchgeführt werden.

Die Entwürfe sehen ein komplett überdachtes Stadion, samt Luxus-Hotel und ein Shopping-Center vor. Der innere Rand des Daches soll mit einer LED-Anzeige ausgefüllt werden und so Videowürfel und Anzeigetafeln überflüssig machen. 

Die Finanzierung will Real Madrid auch mit dem Verkauf der Namensrechte stemmen. Dabei wird es jedoch kein "Coca Cola Bernabeu" geben, wie Goal schon am Donnerstag exklusiv berichten konnte. Der spanische Rekordmeister verhandelt derzeit offenbar mit Microsoft über einen Erwerb der Rechte.

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