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Der ehemalige Bundesligaprofi sorgte für einen Skandal: Er wollte offenbar nicht spielen, um seinen Abgang voranzutreiben. Nun muss Ebert harte Kritik einstecken.

Valladolid. Patrick Ebert möchte Real Valladolid anscheinend um jeden Preis verlassen. Um seinen Abschied zu forcieren, fehlte er am Samstag im wichtigen Heimspiel seines Teams gegen Villareal.

Überraschend stand der beste Vorlagengeber der Pucela nicht in der Startformation. Zuvor habe er Trainer Juan Ignacio Martinez darüber informiert, dass er, so ließ der Verein verlauten, "nicht den Kopf dafür" habe, zu spielen. In Abwesenheit Eberts gewann Valladolid 1:0 und errang drei wichtige Punkte im Abstiegskampf.

Wie Präsident Carlos Suarez verstimmt erklärte, liege ein Angebot eines anderen Klubs vor, der Ebert noch im Januar verpflichten wolle. "Es gibt eine Offerte, aber den Preis für einen Wechsel bestimme immer noch ich. Ebert hat einen schlechten Weg gewählt. Das war unprofessionell und unkollegial. Er muss schauen, wie er jetzt zurecht kommt. Wir brauchen das Geld nicht, denn wichtiger sind Spieler, die ihren Einatz bringen."

"Unprofessionell und unkollegial"

Ebert darf in jedem Fall mit einer "bestialischen" Strafe rechnen – und dem Verlust jeder Menge Sympathien des Anhangs, bei dem der Deutsche bis vor Kurzem noch hoch im Kurs stand. "Er hat vergessen, was er dem Klub zu verdanken hat", kommentierte Fan Doni Luana auf der Facebook-Seite Valladolids.

Wie zu erwarten kam Eberts Aktion auch bei den eigenen Mitspielern nicht gut an. Jesus Rueda etwa meinte gegenüber der Marca trocken: "Wer nicht will, der will nicht." El Mundo Deportivo zitierte den Präsidenten sogar mit: "Ich denke nicht, dass er diese Saison nochmal für uns spielen wird.“

Dem vereinsnahen Fan-Blog blanquivioletas.com und EsRadio zufolge soll es sich bei dem interessierten Klub um den FC Malaga mit Trainer Bernd Schuster handeln. Auch ein deutscher Verein soll angeklopft haben.

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