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Bartomeu-Vorstellung: FC Barcelona legt Neymar-Vertrag offen

Der FC Barcelona wehrt sich entschieden gegen die Vorwürfe der Unterschlagung. Bei der Vorstellung des neuen Präsidenten fuhren die Katalanen schwere Geschütze auf.

Barcelona. Der FC Barcelona tritt den Vorwürfen der Unterschlagung mit Transparenz entgegen. Beim Neymar-Wechsel soll alles wie in der Öffentlichkeit kommuniziert abgelaufen sein, das bestätigten die Katalanen bei der ersten Pressekonferenz des neuen Präsidenten Josep Maria Bartomeu.

"Wir haben nicht gelogen", stellte Bartomeu hinsichtlich des Neymar-Transfers klar. Der Brasilianer war im Sommer für mutmaßlich 57,1 Millionen Euro vom FC Santos nach Barcelona gewechselt. Da die spanische Justiz unter der Woche allerdings eine Anklage gegen Ex-Präsident Sandro Rosell wegen des Vorwurfs, Gelder bei dem Wechsel unterschlagen zu haben, zugelassen hatte, war dieser zurückgetreten.

Der neue Präsident führte aber nicht den Neymar-Transfer als Grund für den Rücktritt Rosells an: "Rosell ist nicht nur wegen der Neymar-Sache zurückgetreten, sondern auch aus anderen Gründen." 

Um den eigenen Standpunkt zu bekräftigen erhielt auch Managementdirektor Raul Sanllehi, der für Barca in Brasilien verhandelt hatte, das Wort. Nach Absprache mit Neymar und dessen Vater hatte er den Kontrakt offenlegen dürfen: "Wir sind sehr stolz auf Neymars Vertrag, aber es wirkt so als sollten wir uns dafür entschuldigen. Die Kosten für Neymars Wechsel belaufen sich für den FC Barcelona auf 57,1 Millionen Euro."

Bonus für Weltfußballer-Wahl

Dazu komme lediglich ein Bonus von zwei Millionen Euro, falls der Brasilianer bei der Wahl zum Weltfußballer unter die drei Besten kommt. "Neymar hat sich entschieden, höhere Angebote über 100 Millionen und mehr abzulehnen, welche seine Ablöse verdoppelt hätten", stellte Sanllehi weiter klar.

Neymars Gehalt inklusive des garantierten Lohns, des Unterschriftsbonus und des Gehalt des Agenten betrage darüber hinaus 56,7 Millionen Euro über die nächsten fünf Jahre. Bei dem ersten von den beiden vertraglich festgelegten Freundschaftsspielen gegen Santos am 2. August (8:0) habe Barca außerdem 2,5 Millionen Euro eingenommen.

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