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Es kann nur einen geben: Cristiano Ronaldo gewinnt den Ballon d'Or 2013

Für Franck Ribery hat es nicht gereicht: Der Mittelfeldstar des FC Bayern musste sich im Kampf um den Ballon d'Or Cristiano Ronaldo geschlagen geben. Er wurde nur Dritter.

Zürich. Fünf Jahre lang machte Cristiano Ronaldo gute Miene zum bösen Spiel. Jahr für Jahr räumte der stets demütige, bescheidene Lionel Messi den Goldenen Ball für den besten Fußballer der Welt ab, Jahr für Jahr hätte Cristiano Ronaldo, eitel genug ist er, ihn sich wohl selbst zugeschrieben. Am Montagabend in Zürich wurde der portugiesische Superstar nun doch zum zweiten Mal nach 2008 gekrönt.

"Ich habe ihn wohl verdient", sagte Ronaldo gewohnt selbstbewusst schon im Vorfeld der Verleihung: "Wie im vergangenen Jahr oder vor zwei Jahren auch. Eigentlich habe ich ihn in all diesen Jahren verdient."

Bei der Wahl, bei der sich 200 Nationaltrainer und Kapitäne der Welt beteiligten, landete der 30-Jährige Franck Ribery mit insgesamt 1.127 Punkten hinter Cristiano Ronaldo (1.365) und  dem zuletzt vier Mal in Folge siegreichen Lionel Messi (1.205) auf dem dritten Platz.

Ronaldo lässt Kritiker verstummen

Wirklich schlechter gespielt hatte der Nationalspieler, der im Kalenderjahr 2013 wettbewerbsübergreifend 69 Treffer erzielte, in den vergangenen Jahren in der Tat nicht. Nur hat der in Funchal auf Madeira geborene Ronaldo das schon fast schicksalhafte Pech, in einer Generation mit dem viermaligen Weltfußballer Messi zu sein.

Ohne den Argentinier vom FC Barcelona, der erstmals ein von Verletzungen gezeichnetes Jahr überstehen musste, gäbe es wohl kaum jemanden, der Ronaldo den Titel streitig machen könnte. Zuletzt auf dem Fußball-Thron saß Ronaldo, als er noch im Trikot von Manchester United die Champions League gewann.

BALLON D'OR | Die Gewinner der vergangenen sechs Jahre
JAHR SIEGER
KLUB
LAND
2013 Cristiano Ronaldo Real Madrid Portugal
2012 Lionel Messi Barcelona Argentinien
2011
Lionel Messi Barcelona Argentinien
2010 Lionel Messi Barcelona Argentinien
2009 Lionel Messi Barcelona Argentinien
2008 Cristiano Ronaldo Manchester United Portugal

Seine Kritiker endgültig verstummen ließ Ronaldo, dessen Poster die Wände tausender Kinderzimmer ziert, im November 2013. In den WM-Playoffs führte der Superstar die Portugiesen im Alleingang mit vier Treffern zur Endrunde 2014 in Brasilien. Er zeigte nebenbei dem Schweden Zlatan Ibrahimovic, wer denn nun wirklich der Beste ist. Abseits des Platzes gab er sich auf einmal wortkarg und bescheiden.

Modellathlet lässt Taten sprechen

"Ich muss niemandem eine Antwort geben, ich mache das auf sportliche Weise", sagte Ronaldo damals auf die Frage, ob seine Tore ein besonderer Gruß an Joseph S. Blatter waren. Der Präsident des Weltverbandes FIFA hatte sich öffentlich über das angebliche Gehabe des Portugiesen lustig gemacht.

Trotz unbestritten überragender Fähigkeiten polarisierte kein anderer Profi in den vergangenen Jahren wie Ronaldo. Auf dem Rasen zeigt der 28-Jährige gerne große Gesten - die "High Noon"-Aufstellung vor seinen gefürchteten Freistößen gehört zu seinen Markenzeichen wie seine stets durchgestylte Frisur, die jeden Kopfball übersteht.

Viele werten sein kaum übersehbares Selbstbewusstsein als pure Arroganz, seine Mitspieler sind hingegen dankbar, dass eben Ronaldo alle Aufmerksamkeit auf sich zieht. Ausgepfiffen wird bei Auswärtsspielen des spanischen Rekordmeisters meist nur einer. Das scheint ihn nicht zu kratzen: Der Modellathlet hat gelernt, zur rechten Zeit nur Taten sprechen zu lassen.

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