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Wieder einmal muss sich Christian Lell wegen des Vorwurfs der Körperverletzung vor der Polizei rechtfertigen. Seine Frau hat ihn angezeigt - der Beschuldigte dementiert.

Valencia. Der ehemalige Bundesliga-Profi Christian Lell ist am Freitagmittag von der Polizei festgenommen worden. Das bestätigte Trainer Joaquín Caparros von Arbeitgeber UD Levante auf einer Pressekonferenz.

Die Frau des 29-Jährigen soll spanischen Medienberichten zufolge Anzeige wegen Körperverletzung gestellt haben. Das dementierte Lell umgehend: "Das ist so nicht richtig." Weiter wollte sich der Verteidiger zu den Vorwürfen allerdings nicht äußern.

Am späten Freitagabend wurde Lell wieder auf freien Fuß gesetzt. Das entschied ein Untersuchungsrichter. Zuvor wurde der ehemalige Bayern-Profi im Kommissariat der Stadt Lliria nahe Valencia verhört und musste zunächst sogar damit rechnen, in Untersuchungshaft zu bleiben.

"Meine Meinung deutlich mitgeteilt"

Caparros betonte: "Wir werden jetzt erstmal abwarten, wie die Vernehmung läuft und dann werden wir mit dem Spieler darüber reden müssen. Ich habe bereits mit Christian Lell gesprochen und dabei habe ich ihm mehr als deutlich meine Meinung mitgeteilt."

Bereits zu seinen Bundesliga-Zeiten hatte es ähnliche Anschuldigungen gegeben. Im Februar 2007 war der damals 22-Jährige nach einem Diskobesuch mit seiner Freundin Sarah R. aneinandergeraten, hatte diese vor Zeugen geschlagen und "Anzeige von Amts wegen" erhalten. Bei Lell wurde ein Blutalkoholgehalt von rund 1,1 Promille festgestellt.

Zusätzlich zur Körperverletzung beleidigte er noch die Polizei, versuchte die Beamten zu treten und sich der damaligen Festnahme zu entziehen. Das brachte ihm eine Geldbuße von 100.000 Euro wegen Widerstandes gegen Polizeibeamte und Beleidigung ein.

Zwei Anzeigen in einem Jahr

Im November desselben Jahres kam Lell mit der Polizei in Konflikt. Nachdem ihn die Freundin erneut wegen Körperverletzung anzeigte, wurde er aus dem FCB-Trainingslager geholt und verhört. Das darauf basierende Verfahren wurde jedoch später eingestellt.

2008 gab es jedoch eine weitere Verurteilung für Lell, denn er hatte nach Auffassung des Gerichts R. gestalkt und wurde verurteilt, sich für den Zeitraum von sechs Monaten seiner Freundin nur bis auf maximal 100 Meter zu nähern.



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