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Mal wieder ist es der Oberschenkel, der dem argentinische Weltfußballer Probleme bereitet. Die Ursache für die erneute Verletzung liege aber noch in der alten Saison.

Barcelona. Nach 20 Minuten humpelte Lionel Messi gegen Betis Sevilla verletzungsbedingt vom Platz, tags darauf folgte die ernüchternde Nachricht: Sechs bis acht Wochen Pause. Für Jordi Ardevol, den ehemaligen Leiter der medizinischen Abteilung des FC Barcelona, ist der erneute Ausfall einer zu kurzen Regeneration am Ende der vergangenen Saison geschuldet.

"Nachdem ein Spieler verletzt war, gibt es eine Phase, in welcher er die Verletzung noch im Hinterkopf hat, obwohl sie eigentlich auskuriert ist", so Ardevol gegenüber Esports Cope. "Das ist völlig normal, man muss es dann schaffen, den Kopf freizubekommen."

Genau dies sei bei Messi nicht in ausreichendem Maße geschehen. Der Fokus lag vor allem darauf, ihn fit zu bekommen. Die Verletzung war zwar körperlich überstanden, aber im Kopf noch nicht verarbeitet.

Kein Risiko eingehen

Darüber hinaus äußert Ardevol Kritik an den ehemaligen Kollegen. "Am Ende der letzten Spielzeit hätte Leo meiner Meinung nach einen differenzierteren Trainingsplan erhalten müssen." Diesmal müsse gewährleistet werden, dass der Argentinier wirklich erst wieder ins Spielgeschehen eingreift, wenn er bei 100 Prozent ist.

Dass dies leichter gesagt als getan sei, räumt Ardevol ohne Umschweife ein. "Hierbei spielen allerdings viele Faktoren eine Rolle. Der Wunsch, so schnell wie möglich wieder zu spielen, das Team zu unterstützen. Und der sportliche und wirtschaftliche Druck aus dem Umfeld – letztlich die Weltmeisterschaft, die ansteht."

Messi müsse trotzdem geduldig sein und sich durch ein speziell abgestimmtes Rehaprogramm wieder in eine Topverfassung bringen.

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