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Vor dem Clasico hat der Barca-Verteidiger über die Rivalität und die Unterschiede zu Real Madrid gesprochen. Den Medien gab er eine Mitschuld an der giftigen Atmosphäre.

Barcelona. Vor dem Clasico hat Pique über die Rivalität des FC Barcelona mit Real Madrid gesprochen. Ihm missfällt besonders die reißerischer Berichterstattung in Spanien: "Es ist schwer, sich nicht beeinflussen zu lassen von dem Hype. Oft geht es nur darum, wer wen hasst und wer wen umtreten wird."

Dies kann durchaus auf die Spieler abfärben, räumte der Verteidiger im Interview mit World Soccer ein: "Am Ende beginnt man selbst zu glauben: 'Diese Jungs aus Madrid sind doch alles Bastarde'." Eigentlich wünscht sich Pique eine Rückkehr zur "kraftvollen Rivalität", die "über weite Strecken der Historie auch eine gesunde Rivalität" gewesen sei.

Er spielte auf die vier Clasicos binnen 18 Tagen im Jahr 2011 an, die von großer Härte auf und neben dem Platz geprägt wären. Jene manövrierten Spanien dazumal beinahe an den Rande eines Zerwürfnisses: "Wir haben uns danach ausgesprochen und erkannt, dass die Unterschiede nicht wichtiger sind als das, was wir gemeinsam haben. Nämlich Teil der Nationalelf zu sein." Mittlerweile sei die Stimmung in der Seleccion "gut", auch wenn "nicht alle Freunde" seien.

"Wir sind Sklaven unseres Stils"

Den größten Unterschied zwischen den Vereinen sieht Pique in den gegensätzlichen Philosophien: "Barcas Jugendsystem hat eine einmalige Generation hervorgebracht. Iniesta, Messi, Xavi, Victor Valdes, Puyol und Pedro kosteten keinen Cent Ablöse. Real hat eine Saison ohne Titel und gibt dann 160 Millionen Euro für Illarramendi, Isco und Bale aus."

Darin sieht der Ur-Katalane auch einen Vorteil für die Königlichen: "Wir sind Sklaven unseres Stils, aber wir leiden, wenn wir für einen Klub spielen, der nicht gern den Ball hat. Reals Spieler sind eher Individualisten, sie passen sich dadurch schneller an. In den Topligen spielen viel mehr bei Real ausgebildete Spieler als von Barcelona."

Ronaldo ein Produkt von harter Arbeit

Trotz aller Rivalität hegt er für den Superstar der Madrilenen eine gewisse Verehrung. Mit Cristiano Ronaldo kickte Pique von 2004 bis 2008 zusammen in der Premier League bei Manchester United: "Ich habe ihn immer bewundert, weil er ein Arbeiter ist, eine Maschine. Er gibt sich nie zufrieden, sondern versucht ständig, besser zu werden."

Für den besten Fußballer der Welt hält Pique den Portugiesen aber nicht: "Ronaldo ist unter den Top zwei oder drei. Ich glaube, neben seiner vielen Arbeit hat ihn vor allem die Rivalität mit Leo Messi noch besser gemacht." Am Samstag (18 Uhr) treffen die beiden Superstars im prestigeträchtigen Clasico aufeinander.

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