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Cesar Luis Menotti über den FC Barcelona: "Talent ist nicht berechenbar"

Nachdem Barca am 5. Spieltag erstmals seit 2008 in einem Pflichtspiel weniger Ballbesitz als der Gegner hatte, sprachen viele von einer neuen Ära bei den Katalanen.

Barcelona. Für den einstigen argentinischen Nationaltrainer Cesar Luis Menotti hat sich beim FC Barcelona seit dem Engagement seines Landsmanns Gerardo Martino nicht so viel geändert, wie es nach den jüngsten Spielen der Katalanen in der Öffentlichkeit dargestellt wurde.

Der frühere Barca-Trainer stellte klar, dass Martino keine Revolution plant, sondern an die Philosophie der Vorgänger Pep Guardiola und Tito Vilanova anknüpfen wird. "Ich denke, dass es falsch wäre, die Arbeit von Guardiola grundlegend ändern zu wollen, aber einige Sachen müssen überarbeitet werden“, erklärt Menotti gegenüber dem Radiosender Cadena SER.

"Tata versucht nicht die Spielweise von Barca zu revolutionieren. Es geht darum, die Konzentration weiterhin hochzuhalten, die Philosophie fortzuführen und nicht darum, das Rad neu zu erfinden."

Lediglich kleine Veränderungen vorgenommen

Für die Trainerlegende hat Martino lediglich kleine, wenn auch wirksame Veränderungen im Spiel der Blaugrana vorgenommen. Gerade in der Partie bei Rayo Vallecano war auffällig, wie geradlinig man in der Offensive zu Werke ging. Für ihre Verhältnisse wurden sehr wenig Querpässe gespielt.
 
Von der Kritik, dass sich die Gegner in den letzten Jahren zu leicht auf Barca einstellen konnten und dem Vorschlag, sich einen neuen Spielstil anzueignen, hält Menotti wenig. "Talent ist nicht berechenbar. Ich mag diese Diskussionen nicht."

Der Weltmeister von 1978 ergänzte: "Wenn ich mir Paco de Lucia (spanischer Komponist und Gitarrist) ansehe, weiß ich, was ich sehen werde. Aber Neuerungen kann es trotz einer gewissen Prognostizierbarkeit geben."

EURE MEINUNG: Was haltet ihr von den Aussagen von Menotti?

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