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Unsere Legionäre: Mesut Özil auf den Spuren von Stielike und Co.

Mesut Özil geht in sein viertes Jahr bei Real Madrid und könnte am Samstag sein 158. Spiel bestreiten. Nur Uli Stielike steht als "deutscher Könglicher" noch vor ihm.

Kolumne
Von Martin Ernst

Madrid. Für Günter Netzer und Paul Breitner war nach drei Jahren Schluss, für Bernd Schuster schon nach zwei. Bei Keeper Bodo Illgner dauerte das Abenteuer Real Madrid immerhin fünf Jahre - und bei Uli Stielike sogar acht. Wie viele werden es bei Mesut Özil? Reals Regisseur geht am Samstag beim Liga-Auftakt gegen Betis Sevilla in sein viertes Jahr. Und trotz aller Wechselgerüchte spricht wenig dafür, dass es sein letztes wird.

Auf den Spuren von Netzer, Stielike und Co.

Auf Özils neuer Hompage, die seit August online ist, lässt sich die fussballerische Sozialisation anschaulich in der Statistik ablesen: 157 Spiele hat er für Real Madrid bestritten, in der Bundesliga waren es für Bremen und Schalke insgesamt 101. Bei den Königlichen kommt Özil auf 71 Assists und 27 Tore (11290 gespielte Minuten). In der Bundesliga steht er bei 31 Assists und 13 Tore, bei 6659 gespielten Minuten.

Damit schickt Özil sich an, mit der neuen Spielzeit den in Spanien legendären Netzer zu überholen. Der Blondschopf spielte zwischen 1973-76 in Madrid, kam auf 85 Begegnungen, Paul Breitner (1974-77) auf 84. Auch Christoph Metzelder (23) und Bodo Illgner (91) kommen auf weniger Einsätze. Einzig Uli Stielike, der zwischen 1977-85 215 mal das Trikot der "Königlichen" trug, steht in der Reihe der deutschen „Königlichen“ noch vor Özil was die Einsätze betrifft.

Noch bis heute prägt der rabiate Abräumer in Madrid das Bild vom beinharten, aber kultigen "Aleman". Dem hat der „Zauberer von Öz“, wie die Marca Özil einst taufte, längst ein neues hinzugefügt: das des filigranen Vorbereiters. In seinen ersten beiden Jahren war der Deutsch-Türke jeweils bester Assistgeber, nur vergangene Saison musste sich der Ex-Bremer mit 13 Assists hinter Andres Iniesta (16) einordnen.



Real, Spanien und Özil -  das passt bisher. Özil selbst stellte letzten Sommer in der der FAZ fest: „Ich habe in meinem Leben mehr Zeit in Spanien als in der Türkei verbracht.“ Und trotz Real-Neuzugang Isco, dem erneut aufblühenden Kaka, Casimiro oder dem noch zu erwartenden Gareth Bale spricht derzeit wenig dafür, dass Özils Einsätze weniger werden. Gegen Betis am Samstag steht sehr wahrscheinlich Real-Pflichtspiel Nummer 158 an.

Sollte Real, wie nicht wenige Beobachter glauben, auch bis zum Ende der Saison auf allen Hochzeiten tanzen, könnte der „Zauberer“ nahe an Uli Stielike rankommen. Um ihn zu überholen, wäre wohl auch ein fünftes Jahr nötig. Aber dagegen würden die Anhänger des 'weißen Ballets' wohl kaum etwas haben...

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