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Bernd Schuster glaubt, dass Neymar den FC Barcelona enorm verstärken werde und die Katalanen mit ihm viele Titel holen können. Malaga müsse vor allem die Abgänge kompensieren.

Malaga. Bernd Schuster, neuer Trainer vom FC Malaga, ist sich sicher, dass der Brasilianer Neymar ein “weiteres Ärgernis“ für die Gegner des FC Barcelona sein wird. Er selbst lehnte vor seiner Unterschrift in Malaga eine Reihe von Angeboten ab. Mit seinem neuen Verein gehe es darum die Abgänge gut zu verkraften und die Plätze hinter Real Madrid und dem FC Barcelona anzugreifen.

Schuster ist sich sicher, dass der FC Barcelona mit Neymar in seinen Reihen zukünftig wieder viele Titel holen wird. Der brasilianische Jungstar wurde für eine Ablösesumme von 57 Millionen Euro vom amtierenden spanischen Meister verpflichtet.

"Beim Confederations Cup haben wir den wahren Neymar gesehen, der die an ihn gestellten Erwartungen erfüllen konnte“, so Schuster gegenüber der AS. “An der Seite von Lionel Messi wird er Barcelona weiter verbessern. Sie werden eine Menge gewinnen und werden es jedem Gegner sehr schwer machen. Sie haben nun ein weiteres Ärgernis in ihren Reihen, der den Kontrahenten das Leben erschwert."

Spanien hat besonderen Stellenwert

In Bezug auf seine Person bestätigt Schuster, dass er Anfragen aus dem mittleren Osten, China und Russland abgelehnt habe, bevor er von Malaga das Angebot auf die Nachfolge von Manuel Pellegrini bekam.
"Bis Malaga auf mich zukam sah ich mich nicht in Spanien“, erklärt der Deutsche. "Vereine aus der Türkei, Katar, Dubai, Russland und China waren sehr interessiert an mir. Glücklicherweise hat Malaga Kontakt zu mir aufgenommen. Spanien ist für mich sehr speziell. Hier gibt es eine starke Nationalmannschaft, starke Teams in der Liga … generell ist die spanische Liga konkurrenzfähiger und gesünder als irgeneine andere Liga.“

Umbruch in Malaga

Malaga muss in diesem Sommer den Abgang vieler Schlüsselspieler verkraften. Isco, Martin Demichelis, Joaquin und Jeremy Toulalan haben sich alle für einen Wechsel entschieden. Nichtsdestotrotz  blickt Schuster zuversichtlich in die neue Saison. Er nimmt die Leistung von Atletico Madrid aus der vergangen Spielzeit zum Vorbild und hofft mit seiner Mannschaft unter die ersten vier der Liga zu kommen. 

"Ich hätte die Spieler, die gegangen sind gerne gehalten. Es ist schwierig die entstandenen Lücken zu schließen. Isco war ein Spieler für die speziellen und ungewöhnlichen Aktionen. Aber ich bin optimistisch, dass wir einen Weg finden erfolgreich zu sein“, so Schuster weiter.

Barca und Real in einer eigenen Liga

"Barca und Real werden weiterhin in einer eigenen Liga spielen. Atletico hat eine starke Saison hinter sich und jetzt noch David Villa geholt. Sie haben mit Falcao aber auch einen Spieler verloren, der für 30 bis 40 Tore im Jahr gut ist. Wir müssen abwarten, in welcher Form wir zu Saisonbeginn sein können. Der Kampf um die Plätze drei und vier wird ausgeglichen sein."

Bewunderung für Guardiola
 
Abschließend bringt Schuster seine Bewunderung für den neuen Bayern-Trainer Pep Guardiola zum Ausdruck. Seine Verpflichtung habe in Deutschland große Wellen geschlagen. "Es war ein Paukenschlag. Uli Hoeneß hatte angekündigt, dass der neue Trainer deutsch sprechen muss und jetzt spricht Pep deutsch“, sagt der 53-Jährige. "Deutschland kann sehr stolz sein, denn die Verpflichtung von Guardiola erhöht die Qualität der Bundesliga."

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