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Nach Einkäufen für insgesamt 69 Millionen Euro wartet auf Mesut Özil bei Real Madrid so viel starke Konkurrenz wie nie.

Madrid. Eigentlich läuft es für Mesut Özil gerade absolut glänzend. Er hat einen Mega-Deal mit adidas geschlossen, sein Ebenbild steht im Wachsfigurenkabinett von Madame Tussauds, seine Romanze mit dem Popsternchen Mandy Capristo begeistert den Boulevard. Doch bei Real Madrid könnte es für den Nationalspieler demnächst richtig eng werden: Die Königlichen haben bereits für 69 Millionen Euro eingekauft, Özil bekommt Konkurrenz wie nie.

Real rüstet im ohnehin üppig besetzten Mittelfeld kräftig auf, holt zwei spanische U21-Europameister. Isco kommt für 30 Millionen Euro, Asier Illarramendi für 39 Millionen. Während Illarramendi eher Konkurrenz für den defensiveren Sami Khedira ist, trumpfte Supertalent Isco in der Nationalmannschaft und bei seinem letzten Verein FC Malaga vor allem als Zehner auf - der bisherigen Stammposition Özils.

Da passt es, dass FIFA-Spielervermittler François Gallardo kürzlich in der spanischen Fußball-Talkshow Punto Pelota darüber plauderte, dass ihm eine 35-Millionen-Offerte eines englischen Topklubs für Özil vorliege. Am Freitag wollte er Real das Angebot - von wem auch immer - zukommen lassen. Mehr war seitdem aus der spanischen Hauptstadt nicht zu vernehmen.

Özils Freude auf Ancelotti und Zidane

Gerüchte wie diese sind für Özil, dem vergangene Saison 10 Tore und 24 Vorlagen gelungen waren, nichts Neues. Dementsprechend sommerlich gelassen zeigte er sich zuletzt nicht nur auf Urlaubsfotos mit Geparden in Afrika oder seiner Mandy auf Ibiza, sondern auch mit Blick auf die neue Saison. "Es wird eine Freude, mit Ancelotti und mit Zidane zu arbeiten", sagte der ehemalige Schalker und Bremer hinsichtlich der neuen sportlichen Leitung mit Trainer Carlo Ancelotti und dem dreimaligen Weltfußballer Zinedine Zidane als Assistenten. Er sei überzeugt, dass Real fortan wieder viele Titel holen werde.

"Werbekönig" Özil

Zumindest seinen "Titel" als Werbekönig unter Deutschlands Sportlern wird Özil mit großer Sicherheit im kommenden Jahr erfolgreich verteidigen. Mit dem deutschen Ausrüster adidas schloss er einen "Rentenvertrag" ab und soll für den Wechsel von Konkurrent Nike pro Jahr bis zu zwei Millionen Euro kassieren. "Ich bin stolz, Teil der adidas-Familie zu sein", twitterte Özil.

Eine andere Ehre ist ihm in den kommenden Jahren überhaupt nicht mehr zu nehmen. Ein Abbild des Regisseurs steht seit Juni in der Berliner Filiale von Madame Tussauds weltberühmtem Wachsfigurenkabinett - selbstverständlich in einer typischen Jubel-Pose, die Hände zum Real-Wappen greifend.

Ancelotti steht auf Kaka

Der echte Özil betrat am Montag wieder die Ciudad Real Madrid, das pompöse Trainingszentrum des Rekordmeisters. Ancelotti bat zur ersten Einheit. Mit dabei, wenn auch in letzter Zeit kaum noch wahrgenommen: Kaká, 2009 für 65 Millionen Euro vom AC Mailand zu Madrid gewechselt. Ancelotti - so heißt es in Spanien - hält immer noch große Stücke auf den ehemaligen Weltfußballer, den er einst in Italien zum Star geformt hatte. Ein Konkurrent mehr, Özil wird beißen müssen. Die Wochen der Entspannung sind vorbei.

EURE MEINUNG: Wird sich Özil auch in der kommenden Saison bei Real durchsetzen?

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