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Zinedine Zidane, früherer Star von Real Madrid und Juventus Turin, hat sich das Erlernen der Grundlagen für die Arbeit hinter der Seitenlinie einfacher vorgestellt.

Madrid. Zinedine Zidane sieht in seiner ruhmreichen Spielerkarriere keine Garantie für ein ähnlich erfolgreiches Leben als Trainer. Der 41-Jährige wurde Welt-, Europameister und Champions-League-Sieger, bevor er 2006 seine Karriere als einer der größten Spieler aller Zeiten beendete.

Guter Spieler nicht automatisch guter Trainer

Doch nachdem er sich für die Trainerausbildung mit Ausblick auf eine Karriere auf der Trainerbank entschied, erklärte Real Madrids Sportdirektor nun, dass er seine Fußballausbildung ganz von vorne starten müsse. "Ich bin wie jeder andere. Ich mag es so. Die anderen wollen, dass ich besonders bin. Ich mache es wie jeder andere. Ich weiß, dass man als guter Spieler nicht automatisch ein guter Trainer ist. Auch wenn es helfen kann", sagte er im Interview mit L'Equipe.

Zidane sei bescheiden geworden

"Man muss akzeptieren, dass man nicht viel weiß und dass man wachsen und lernen kann, wenn man sich selbst die Mittel dazu gibt – sogar in meinem Alter. Ich muss bescheiden sein, ich ignoriere so viele Dinge. Ich bin froh, dass ich diese Kurse belegt habe. Manchmal ging ich mit Kopfschmerzen zu Bett. Trainer zu sein ist ein echter Job, man muss es lernen."

Zidane sieht Zwang zu siegen

"Wenn ich gewinne, werden in Zukunft Leute sagen, dass ich ein guter Trainer bin. Nur, wenn ich gewinne. Es wird seine Zeit dauern. Ich kann nicht einfach so der Trainer sein, der ich sein möchte. Zidane oder nicht Zidane, das wird dauern. Man muss von anderen Leuten lernen, um Prüfungen zu bestehen. Das ist ein Prozess. Und das passt mir", erklärte Zidane.

Der frühere französische Nationalspieler hat dann einen persönlichen Einblick in die Aufgabe gegeben, das beste aus jedem einzelnen Spieler zu holen: "Ich habe gelernt, nicht automatisch nach Selbstbewusstsein zu suchen. Man wird natürlich Selbstbewusstsein brauchen, um den Mitarbeiterstab aufzubauen, aber auch Kompetenz."

Fordern und fördern als sein Motto

"Die Spieler werden auf mich hören, wenn ich ihnen etwas gebe. Wenn du willst, dass ein Spieler dir zeigt, was er kann, dann musst du fordern und ihn sogar ein wenig manipulieren. Du musst ihn fordern und fördern. Zuckerbrot und Peitsche. Das funktioniert im Fußball und im Leben."

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