Joan Laporta: "Barca wollte nicht, dass Guardiola bleibt"

Joan Laporta, Ex-Präsident des FC Barcelona, will 2016 wieder Präsident werden. Dabei schießt er jetzt schon scharf gegen den aktuellen Präsident Sandro Rosell.

Barcelona. Der ehemalige Präsident des FC Barcelona, Joan Laporta, hat seine Absicht erklärt, 2016 erneut für die Präsidentschaft kandidieren zu wollen. Die aktuelle Vereinsführung um Präsident Sandro Rosell zerstöre alles, was er aufgebaut habe und sei dafür verantwortlich, dass Trainer Pep Guardiola den Verein verlassen hat.

"Ich bin bereit anzutreten. Ich bin jeden Tag mehr begeistert von dem Gedanken, wieder Präsident zu sein", erklärte Laporta der Marca zu einer möglichen Kandidatur bei der nächsten Wahl. Trotz rechtlicher Auseinandersetzungen mit dem Verein stehe er für die Aufgabe bereit: "Ich habe ihnen verziehen, trotz allem, was die Vereinsführung mir angetan hat. Du kannst einen Mann in Stücke reißen, aber du besiegst ihn nicht, so lange er noch steht. Ich kämpfe weiter für die Wahrheit."

Präsident Rosell und seinen Vorstand kritisierte Laporta dagegen scharf: "Sie sind besessen davon, zu zerstören, was wir aufgebaut haben, Guardiola nicht zu halten, Leute zu verklagen, Cruyff, La Masia, Katalonien, Unicef, den Kampf gegen Hooligans..."

"Nicht genug getan, um Guardiola zu halten"

Besonders die Trennung von Erfolgstrainer Guardiola warf Laporta seinem Nachfolger vor. "Es wurde nicht genug getan, um Guardiola zu halten. Ich konnte das jetzt bestätigen. Sie wollten nicht, dass er bleibt", sagte der 50-Jährige, der mit dem neuen Trainer Tito Vilanova nicht zufrieden ist: "Ein Barcelona-Trainer muss ein gutes Urteilsvermögen haben. Er kann nicht nur ein Zuschauer sein. Tito sollte sich nicht von einigen Medien zu einer Seite schubsen oder sein Image und das Werk Guardiolas beschädigen lassen."

Der Rechtsanwalt und Politiker Laporta war von 2003 bis 2010 mit einer kurzen Unterbrechung im Jahr 2006 Präsident des FC Barcelona. In seine Amtszeit fiel der Gewinn des Sextuple, aber auch eine Führungskrise des Vereins mit einem Gerichtsverfahren und einem Misstrauensvotum gegen Laporta.

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