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Sami Khedira spielt mittlerweile in der dritten Saison in Madrid. Unter Jose Mourinho gehört der Schwabe zum Stammpersonal. Die Herausforderung in Spanien habe ihn reifen lassen.

Madrid. Sami Khedira gehört seit über zweieinhalb Jahren zum Kader von Real Madrid. Der gebürtige Stuttgarter gab am 28. August 2010 sein Debüt gegen RCD Mallorca (0:0), als er in der 70. Minute von Trainer Jose Mourinho eingewechselt wurde. In einem Interview sprach der 25-Jährige nun über den Reifeprozess, den der Wechsel in die Primera Division bei ihm bewirkt hat.

„Herausforderung in einem fremden Land“

Khedira war nach der WM 2010 für rund 14 Millionen Euro vom VfB Stuttgart in die spanische Hauptstadt gewechselt. Dort traf er auf seinen Nationalmannschaftskollegen Mesut Özil der zur gleichen Zeit vom SV Werder Bremen verpflichtet wurde. „Es war sehr aufregend, weil wir nicht wussten, was uns erwartet. Als ich dann reinkam, war es natürlich ein sehr besonderer Moment in meiner Karriere“, wird der Mittelfeldspieler Webseite des DFB zitiert.

„Ich hoffe, dass ich im Grundsatz der gleiche Mensch geblieben bin. Mein Ziel ist, dass mich alles, was am Leben als Profi dranhängt, im Wesen nicht verändert“, sagte Khedira und ergänzte: „Das schließt nicht aus, dass man sich weiterentwickelt, schon durch das Älterwerden verändert man sich. Und klar ist auch, dass es mich reifer gemacht hat, die Herausforderung in einem fremden Land, einer fremden Kultur und einer fremden Sprache anzunehmen und zu bestehen.“

Spanische Meisterschaft außer Reichweite

In der vergangenen Spielzeit gewann der Nationalspieler mit Real die spanische Meisterschaft, doch eine Titelverteidigung ist bereits seit Wochen außer Reichweite. Der FC Barcelona könnte am Sonntag den Vorsprung wieder auf 13 Punkte ausbauen.

Während Madrid in der Vorsaison jene Punkte sammelte, die die Katalanen gegen Außenseiter liegen ließen, waren es in dieser Saison die „Königlichen“, die in besagten Partien vermehrt wichtige Punkte einbüßten. „Ein Grund ist, dass die Gegner gegen uns oft über sich hinauswachsen. Spiele gegen Real sind Spiele des Jahres ist. Mehr noch als Spiele gegen Barca, weil Real stärker polarisiert“, erklärte der 25-Jährige.

Champions League als großes Ziel

Neben der Copa del Rey spielt Real vor allem in der Champions League erneut um den Titel mit. Im Achtelfinale setzte sich die Mannschaft von Jose Mourinho knapp gegen Manchester United durch (1:1, 2:1) und trifft in der Runde der letzten Acht auf Galatasaray.

Khedira glaubt an die Möglichkeit, den begehrten Pokal wieder nach Madrid holen zu können: „In den Spielen gegen Mannschaften, die sich auf Augenhöhe mit uns bewegen, waren wir in diesem Jahr in der Tat häufig das stärkere Team. Bisher haben wir alle Entscheidungsspiele gewonnen, in den K.o.-Partien ist es uns oft gelungen, unsere Leistung voll abzurufen.“

Seit seinem Wechsel vom VfB Stuttgart bestritt der Nationalspieler 116 Pflichtspiele für Real Madrid.

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