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Nachdem der Coach Casillas erneut auf die Bank setzte und dieser nach Adans Notbremse dann doch spielte, beklagt Mourinho nun, dass die Nummer zwei Madrids keine Lobby habe.

Madrid. Obwohl Real Madrid am Sonntag mit 4:3 gegen Real Sociedad gewinnen konnte, wird die Kritik gegen Trainer Jose Mourinho immer lauter. Dieser verteidigt nun seine Entscheidung, Antonio Adan anstelle von Iker Casillas im Tor aufzustellen.

Rückendeckung für Adan

Gegenüber Reportern klagt Mourinho, dass die Presse den eigentlich designierten Ersatzkeeper Adan nicht genügend respektiere. Der Portugiese hatte den 25-jährigen am Sonntag zum zweiten Mal in Folge Kapitän Iker Casillas vorgezogen. Dann sah Adan aber nach einem Foul an Carlos Vela schon in der siebten Minute die Rote Karte.

Mourinho nimmt seinen Torhüter in Schutz: „Ich habe es noch nicht in der Wiederholung gesehen, aber aus meinem Gedächtnis heraus hat Varane Adan in eine schwierige Situation gebracht.“

Außerdem zweifelt er an, dass sein Verein immer fair behandelt wird: „Wir sind diese Saison oft durch falsche oder fragwürdige Entscheidungen bestraft worden. Ich könnte mich irren, aber ich habe das Gefühl, dass es bei einer anderen Mannschaft in einem anderen Stadion nur Gelb gegeben hätte.“

SO GEHT'S WEITER:
Reals anstehende Aufgaben
10.01. Celta Vigo (H)
12.01. CA Osasuna (A)
19.01. FC Valencia (A)
26.01. FC Getafe (H)
02.02. Granada (A)
09.02. FC Sevilla (H)

Unmut bei den Fans

Zuletzt war Mourinho von den eigenen Fans ausgebuht worden. Das lässt den 49-Jährigen jedoch kalt: „Es ist für mich völlig in Ordnung, wenn sie mich vor dem Spiel ausbuhen und dann die Mannschaft unterstützen wie immer, das ist perfekt. Ich denke, ich wurde ausgepfiffen, weil ich Casillas auf die Bank gesetzt habe und wegen unserer schlechten Position in der Liga.“

Weniger Verständnis zeigt er für Anfeindungen gegenüber Adan, der unter den Konsequenzen von Mourinhos Entscheidung leide. „Ich finde, dass es an Respekt für Adan mangelt. Er spielt seit 16 Jahren für diesen Verein und ist hier aufgewachsen. Er ist seit der Jugend Real-Fan, ein Eigengewächs - und wieso sollte er nicht das Recht haben, glücklich zu sein?“, so Mourinhos Ansage an die Journalisten. Dies sei ein typisches Problem im spanischen Fußball.

Lob für die Mannschaft
 
Obwohl die Torhüter-Debatte das Thema des Tages in Madrid war, lobte Mourinho den Rest seiner Mannschaft für den Sieg in Unterzahl. Vor allem Cristiano Ronaldo und Ricardo Carvalho, der unter normalen Umständen auch nur auf der Bank säße, hatten in den Augen des Portugiesen ein gutes Spiel abgeliefert.


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