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EXKLUSIV - Der Flügelspieler von Estudiantes Tecos sprach im exklusiven Gespräch mit Goal.com über mehr Europa in Mexiko, seinen Traum von der BBVA und das Ziel Nationalmannschaft.

Guadalajara. Geboren wurde Jürgen Damm in Veracruz, als Sohn eines deutschen Vaters und einer mexikanischen Mutter. Zur Zeit spielt der 20-Jährige für den Zweitligisten Estudiantes Tecos de Zapopan in Guadalajara, wo er die Rolle des rechten Flügelspielers bekleidet – und das so ordentlich, dass sich zuletzt die Gerüchte über einen Wechsel zum lokalen Erstligisten Chivas mehrten, der schon Stars wie Javier „Chicharito“ Hernández oder Carlos Vela hervor gebracht hat.

Damm und der Traum von der Primera Division

Allerdings scheinen sie den Jugendlichen kaum aus der Ruhe zu bringen, der stattdessen in aller Ruhe an seinen gesetzten Zielen arbeitet. „Mein Plan für die Zukunft ist es, in der Primera Division zu spielen und auch in der Nationalmannschaft, aber wie ich gerne sage: Schritt für Schritt“, erklärt Jürgen, der außerdem erklärte, für welche von den beiden möglichen Nationalauswahlen er eines Tages auflaufen will.

„Ich habe immer gesagt: die mexikanische. Sicher, ich könnte auch für die andere spielen, aber ich würde mich für Mexiko entscheiden, denn hier wurde ich geboren und hier wuchs ich auf“, versichterte der Mittelfeldspieler exklusiv gegenüber Goal.com. Den Plan der Verantwortlichen bei Chivas, in Zukunft auf europäische Trainer zu setzen, sieht der Nachwuchsmann als keine schlechte Idee für die heimische Liga: „Ich glaube, es ist eine gute Idee, den europäischen Fußball von drüben auch hier zu etablieren. Diese Spielweise auch hierher zu bringen, bietet eine echte Alternative“, so Damm.

Mehr Europa für Mexiko?

Beispiel: John van 't Schip. Der frühere holländische Nationalspieler trainiert auf Empfehlung von Johan Cruyff seit April 2012 den mexikanischen Erstligisten Chivas aus Guadalajara. „Auch wenn ich Van't Schip nicht persönlich kenne, glaube ich, dass er ein sehr fähiger Trainer ist, der Chivas in der Liga weiter gebracht hat. Aber es ist ein Prozess, der nur schrittweise vorangeht. Es dauert seine Zeit bis sich der gewünschte Spielstil festigt“, so der Mann aus Veracruz.

Damm bestätigte außerdem, dass diese Vorgehensweise nationalen Trainer-Talenten natürlich Chancen nehmen könnte: „Es kann sein, dass sich für mexikanische Trainer dadurch Türen schließen, aber andererseits denke ich, dass wenn dieses Projekt eines Tages abgeschlossen ist, man auch an der Basis schauen muss, Trainer von dort hier zu installieren, damit die Jungs diese Idee verinnerlichen und es eines Tages bis in die Primera schaffen. Bisher kennen sie schonmal den Stil, den Van't Schip spielen lassen will“, fasste Damm zusammen.  



Das heimische Niveau will der Deutsch-Mexikaner mit solchen Worten aber nicht abwerten. Im Gegenteil. Die zweite Liga, die Liga de Ascenso, sieht er als sehr viel schwieriger als manch einer annehmen möchte: „Es ist eine sehr harte Liga. In der ersten habe ich nur ein Spiel bestreiten können, aber der Unterschied ist mir aufgefallen: In der Liga de Ascenso geht es härter zu, mit mehr Zusammenstößen und physischem Kontakt, ich glaube, das hilft sehr, fußballerisch und mental zu wachsen.“

„Entweder mache ich bald den nächsten Schritt oder nicht, bleibe oder gehe, aber wenn ich bleibe, werde ich immer weiter lernen können“, zeigte sich Damm gelassen in Sachen Zukunft. Abschließend betonte der 20-Jährige, dass er bei Wechsel zu Chivas natürlich auch bessere Chancen hätte, eines Tages von José Manuel de la Torre, dem mexikanischen Nationaltrainer, genannt „Chepo“, berufen zu werden.  

„Chivas und Primera Division, das wird immer ein Traum sein. Chivas gehört zu den größten Teams im mexikanischen Fußball, ein anderes Nivau und eine gute Plattform, eines Tages für die Seleccion uns Gespräch zu kommen. Aber egal ob ich hier oder dort spiele, ich werde immer dafür kämpfen, auf dem höchsten Level zu spielen“, so Damm, der damit erneut sein Ziel unterstrich, eines Tages für die „Tri“ zu spielen, wie die Nationalmannschaft in Mexiko genannt wird.

EURE MEINUNG: Mehr europäische Trainer für Mexiko - die richtige Perspektive?

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