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Mehrere Vereine drohten zum Saisonstart mit Boykott. Allerdings konnten sie ihre Forderungen nicht durchsetzen, sodass am Wochenende die neue Spielzeit angepfiffen werden kann.

Madrid. Insgesamt 13 Vereine der Primera Division riefen zum Boykott des Saisonstarts auf. Sie forderten Veränderungen bei den Anstoßzeiten und bei der Verteilung der Fernsehgelder. Am Dienstag wurde am runden Tisch verhandelt und der Boykott wurde abgewandt. Somit kann am Wochenende der Ball rollen.

Rücken von Drohung ab

Am Dienstag trafen sich die 20 Präsidenten der spanischen Clubs zu einem Friedensgipfel. Selbst der Staatssekretär für Sport, Miguel Cardenal, griff als Vermittler ein, wie der staatliche Rundfunksender RNE berichtet. Der Boykott wurde fürs Erste abgewandt. „Die Punktspiele am kommenden Wochenende werden stattfinden“, versicherte der Präsident der Profi-Liga (LFP), José Luis Astiazarán.

Anstoßzeiten

Gerade dieser Punkt sorgte für große Unruhe. Die „rebellierenden“ Vereine waren nicht mit den Anstoßzeiten einverstanden, denn mehrere Spiele sollten erst um 23.00 Uhr beginnen, was zu Folge hätte, dass sie erst nach Mitternacht zu Ende gehen würden. Doch die Zeiten bleiben bestehen. „Die Spiele werden zu den vorgesehenen Zeiten angepfiffen werden. Diese Regelung gilt nur für die ersten zwei Spieltage. Danach werden wir wieder zu den üblichen Anstoßzeiten zurückkehren“, betonte Astiazarán gegenüber der dpa.

TV-Gelder

Beim Treffen der Präsidenten wurden keine Beschlüsse gefasst, doch in der Zukunft sollen weitere Verhandlungen geführt werden. Sehr großen Gesprächsbedarf gibt es bei der Verteilung der Fernsehgelder. Die beiden Spitzenvereine Real Madrid und FC Barcelona erhalten fast die Hälfte der gesamten TV-Gelder.

„Wir sind 13 Clubs und werden weiter darum kämpfen, unsere Ziele zu erreichen“, sagte der Präsident von Atlético Madrid, Enrique Cerezo, der als Wortführer der Revolte gilt, gegenüber der dpa.

Einigung herbeiführen

Die Vereine wollten endlich Klarheit über die Übertragungsrechte, denn die TV-Sender Mediapro und Canal+ streiten sich um die Rechte. Der LFP-Präsident äußerte sich hoffnungsvoll, dass eine rasche Einigung gefunden wird. Doch der Staatssekretär für Sport sieht einer schnellen Einigung eher skeptisch entgegen: „Bis zur Beilegung des Konflikts um die TV-Rechte liegt noch ein weiter Weg vor uns.“ Aber der Boykott ist erst einmal abgewandt und „die Meisterschaft wird wie geplant am 18./19. August beginnen“, so Astiazarán

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