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Hübsch ist es in Katar, findet Raul. Nun hat er alle Zeit, um in Ruhe einen Blick zurückzuwerfen und mit einigen Gerüchten aufzuräumen.

Al Sadd. Raul hat sich langsam bei seinem neuen Verein Al Sadd eingelebt und kann nun endlich mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. Aus diesem Grund verließ er nach der letzten Saison den FC Schalke 04. Auch mit den Gerüchten, weswegen er Real Madrid2010 den Rücken kehrte, räumte er nun auf.

Dass er allerdings nicht zur Europameisterschaft mitgenommen wurde, obwohl mit dem Ausfall von David Villa eine Stelle zunächst offen blieb, versteht der legendäre Stürmer nicht. Vicente del Bosque hat nach dem Gewinn des Turniers allerdings die Argumente auf seiner Seite.

Die schönsten Jahre meines Lebens“

Es wurde viel spekuliert, warum Raul 2010 „Los Blancos“ verließ. Fitnessprobleme und kleinere Wehwehchen unter der Saison deuteten darauf hin, dass Real Madrid ihn vor die Tür gesetzt hatte. Laut Raul ist das alles Unsinn: „Ich habe dort die schönsten Jahre meines Lebens verbracht und hatte das Glück, zu einer großen Generation von Spielern zu gehören und die wichtigsten Titel zu gewinnen“, wird er auf der Homepage von Al Sadd zitiert.

Entschluss für die neue Erfahrung

„Real zu verlassen, war meine eigene Entscheidung. Ich hatte noch ein Jahr Vertrag und entschied mich für eine neue professionelle Erfahrung. Deswegen ging ich zu Schalke.“ Von den „Galaktischen“ zu den „Knappen“ zu gehen, bot ihm in jedem Fall viele neue Eindrücke. Er wurde innerhalb eines Wimpernschlages zum Publikumsliebling, nach seinem Weggang diesen Sommer wird die Nummer Sieben nicht wieder vergeben werden.

Ich hätte gerne an der EM teilgenommen“

Nach einer weiteren beeindruckenden Saison 2011/12 bei Schalke 04 waren viele davon ausgegangen, dass Raul den freien Platz von David Villa bei der Europameisterschaft einnehmen könnte. Weit gefehlt. Negredo, Llorente und Torres hießen die Neuner in der Auswahl, die meiste Spielzeit in der Spitze bekam sogar Fabregas, den man aktuell noch als „Stürmer-Azubi“ bezeichnen kann. „Ich hätte gerne teilgenommen, aber so ist das Leben“, sagt Raul und fährt fort: „Jetzt verbringe ich mehr Zeit mit meiner Familie und ich bin glücklich darüber, was mein Team erreicht hat.“

Messi oder Ronaldo?

Die Frage aller Fragen, um die kein Interviewpartner herum zu kommen scheint: Wer ist besser, Messi oder Ronaldo? Raul bleibt ganz „Senor“: „Messi ist ein einzigartiges Talent, er spielt mit großartigen Spielern wie Xavi oder Andres Iniesta zusammen.“ Und CR7? „Cristiano ist auch ein großartiger Spieler.“ Pflicht und Schuldigkeit getan. Nach Raul sind beide gut.

Die wichtigsten Trainer, das schönste Tor

Die einflussreichsten Trainer in seiner Karriere seien Jorge Valdano, Fabio Capello und del Bosque gewesen. Kein Felix Magath? Keine Medizinbälle? Auch an sein schönstes Tor kann er sich noch gut erinnern. 1998 im Finale der Klub-WM gegen Vasco da Gama dribbelte sich Raul entlang der Fünfmeterlinie an zwei heranrauschenden Verteidigern vorbei, um ihn dann mit rechts ins Netz zu schießen. Vielleicht kommen in Al Sadd ja noch weitere große Tore dazu, und mit etwas Glück werden diese sogar festgehalten.

 

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