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Ein Stern unter lauter Stars - Wohin im Real-System mit Mesut Özil?
Auf den Neu-Madrilenen wartet unter José Mourinho ein Konkurrenzkampf, den er bisher nur vom Hörensagen kannte. Wo ist Platz für den 21-Jährigen im System der Königlichen?
(chv) Madrid. Zwar kommen Sami Khedira und Mesut Özil von zwei verschiedenen Bundesliga-Vereinen zu Real Madrid, aber ein Problem eint sie doch: Wo sollen sie spielen? Ein Guti flüchtete angesichts der Konkurrenzsituation anfangs der Saison zu Besiktas Istanbul, mit den zwei Deutschen verschärft sich diese nun um ein Weiteres. Özil muss sich schon gewaltig anstrengen, um seinen Luxus aus Bremen, stets gesetzt zu sein, irgendwann bei Real erreichen zu können.
Ein Haufen voller Stars
Am 4-4-2-System mit zwei Angreifern und offensiven Außenspielern im Mittelfeld wird José Mourinho wenig ändern. Doch zuletzt offenbarte der Trainer auch Gedanken über ein 4-2-3-1 und ein 4-3-3. So bleiben nur noch vier (bzw. drei) Plätze für ein ganzes Arsenal an Topspielern: Xabi Alonso, Mahamadou Diarra, Fernando Gago, Angel di Maria, Kaká, Lassana Diarra, Canales, Pedro Leon, Rafael van der Vaart, Granero, Sami Khedira und eben Mesut Özil balgen sich um die erste Elf. Während für Khedira die zentrale Position in Frage kommt, dürfte Özil zunächst auf seine Lieblingsposition hinter den Spitzen verzichten müssen und auf die Außen ausweichen. Ein Pluspunkt ist sein gelungenes Zusammenspiel mit Khedira, welches er während der WM eindrucksvoll bewies.

Am Ende liegt die Entscheidung allein bei ihm: José Mourinho
Linksfüßer in Konkurrenz zu Özil
Mit Kaká fällt bis auf weiteres ein Konkurrent aus und auch Rafael van der Vaart hat immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Ist der Holländer fit, ist er nach seiner durchwachsenen Weltmeisterschaft mit Özil auf einer Stufe anzusiedeln. Kommt „VdV“ als Linksfüßer allerdings nicht an Özil vorbei, dürften seine Tage bei Real endgültig gezählt sein.
Aus'm Pott ins Bernabeu: Der Steilflug des Mesut Özil
Xabi Alonso und Fernando Gago konnten in der letzten Spielzeit nur selten überzeugen, während der junge Sergio Canales und Pedro Leon sich über Kurzeinsätze freuen dürften. Letzterer zeigte zwar eine starke Saison bei Getafe, doch anders als Özil kommt er eher über die rechte Seite.
Kein Stammplatz, aber nicht chancenlos
So gesehen ist Özil nicht chancenlos, denn ein José Mourinho kauft sicher keinen Spieler, um ihn lediglich trainieren zu lassen. Gerade in einer langen Saison mit Liga, Pokal und Champions League weiß „The Special One“, dass er einen großen und ausgeglichenen Kader benötigt. Auch, wenn Mourinho bei Inter Mailand zumeist auf erfahrene Spieler setzte, wird Özil seine Chancen bei Real bekommen, insofern er fit bleibt und sich schnell akklimatisiert. Auf Di Maria wird er aufpassen müssen, denn der kommt mit viel Kredit von Benfica Lissabon zu Real. Auf einen Platz in der Startelf sollte er dennoch nicht spekulieren, denn dazu ist das Umfeld von Real einfach viel zu emotional.

Auch ihr habt die Verpflichtung Özils bewertet und seht die Chancen vom 21-jährigen gar nicht so schlecht an. So sieht Patrick Weber beim Nationalspieler viel Potenzial: „Der Junge ist 21 und wird sich noch prächtig entwickeln. Real Madrid wird viel Spaß mit ihm haben. In 2-3 Jahren wird er ein international guter Spielmacher.“ Auch Denizcan Haydin erkennt zwar die namhafte Konkurrenz, sieht aber nicht Schwarz für Özil: „Betrachtet man nun die Konkurrenz auf seiner Position (Ronaldo, Kaká, Van der Vaart, Di Maria, Pedro Leon und Canales), dann muss sich der ehemalige Bremer nicht verstecken! Nur Ronaldo ist wesentlich stärker als Özil!“ Dagegen vertritt Niklas Keller die Seite der Skeptiker, die Özil nur wenig Einsatzzeiten ausrechnen: „Er hat denke ich kaum Chancen auf einen Stammplatz, außer er fängt mal an richtig Fußball zu spielen.“
Eure Meinung: Wie seht ihr Mesut Özils Chancen bei Real?
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