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Die Schweizer haben im Geisterspiel eine eindrucksvolle Vorstellung abgeliefert und den Gästen aus Spanien gezeigt, dass man voll konzentriert sein muss.

NACHBERICHT
Aus dem St. Jakob-Park in Basel berichtet Lukas Nowak

Im Vorfeld der Partie hat man ein sehr spezielles Spiel erwartet. Denn das Viertelfinal-Hinspiel zwischen dem FC Basel und dem FC Valencia wurde vor leeren Rängen ausgetragen. Die offizielle Zuschauerzahl der Begegnung war 350. Kaum eine Partie in der Europa League wird  weniger Zuschauer gehabt haben als das Spiel im St. Jakob-Park. Sehr speziell war auch der Auftritt der Schweizer. Die Fledermäuse wurden mit einer 0:3-Packung im Gepäck wieder nach Hause geschickt.

Torschütze Valentin Stocker befand nach dem Spiel: "Wir haben super gespielt." Vor allem in der ersten Halbzeit hatte man Valencia fest im Griff. Der Doppelschlag von Matias Delgado schuf vorerst klare Verhältnisse. In der zweiten Hälfte kam Valencia mit breiter Brust zurück aufs Feld und übernahm die Kontrolle. Die Überlegenheit konnten die Spanier allerdings nicht nutzen, ehe Stocker sehenswert per Lupfer zum 3:0-Endstand einnetzte.

Stocker: "Es ist wirklich sehr speziell"

Trotz Zuschauerausschluss konnte man die Anhänger der Rotblauen im Stadion hören. Neben dem Stadion wurde gegrillt und das Spiel auf einer Leinwand verfolgt. Allrounder Fabian Frei war angetan von der Unterstützung: "Wir haben es gehört von außen", berichtete er und fügte an: "Das hat uns den extra Kick gegeben."

Stocker freute sich ebenfalls über das Engagement der Fans, konnte sich allerdings nicht so ganz mit dem leeren Stadion anfreunden: "Es ist wirklich sehr speziell – sehr schwierig zu beschreiben", konnte er seine Gefühlslage während des Matches im Hinblick auf das leere Stadion nicht einordnen.

"Nach dem Spiel haben wir uns bei den Fans bedankt", verriet Fabian Frei, der im rechte zentralen Mittelfeld begann und später in der Innenverteidigung aushelfen musste. Ohnehin haben die Eidgenossen großes Verletzungspech. Alle drei Wechsel im Spiel mussten aufgrund von Läsionen getätigt werden. Zur Pause blieb Philipp Degen in der Kabine. Dafür rückte Taulant Xhaka auf die rechte Abwehrseite und bereits genannter Frei ins rechte zentrale Mittelfeld.

Als sich dann Delgado verletzte, gab es einen Eins-zu-Eins-Wechsel. Für den Argentinier kam Mohamed Elneny in die Partie. Der Nächste im Lazarett war der erst kürzlich genesene Fabian Schär. Der Innenverteidiger verließ für Breel Embolo das Feld. Er war schließlich der dritte Spieler in der Mittelfeldzentrale, da Alleskönner Frei in die Innenverteidigung rückte.

Verletzungen sind für Yakin "kein Problem"

Für das Rückspiel und auch die anderen Wettbewerbe macht sich Coach Murat Yakin keine Sorgen: "Das ist kein Problem. Wir sind kreativ. Das haben wir auch heute gesehen", lobte er die Mannschaft und schob gleich noch hinterher: "Wenn die Mannschaft das umsetzt, was ich gefordert habe, dann bin ich zufrieden." Ein weiteres Lob ging an die Anhänger: "Tolle Fans außerhalb vom Stadion."

Der Fokus der Schweizer liegt nach der Ligapartie am Sonntag wieder auf dem Rückspiel: "Wir werden voll konzentriert sein", betonte der Übungsleiter. Kapitän Stocker freute sich mit Blick auf das Rückspiel nächste Woche über die Höhe des Resultats: "Es war schön, als wir das 3:0 gemacht haben. Jetzt haben wir sehr gute Chancen ins Halbfinale zu kommen." Dann dürfen die Fans auch wieder im Estadio Mestalla mitfiebern.

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