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Der chilenische Nationalstürmer hält die englischen Spieler für zu weich. Seine eigene harte Kindheit bezeichnete Sanchez als perfekte Schule für den Profifußball.

Barcelona. Vor dem Freundschaftsspiel gegen England am Freitag hat Chiles Nationalstürmer Alexis Sanchez die Fußballerausbildung in Europa als zu komfortabel kritisiert. Der Star des FC Barcelona erklärte, dass die englischen Spieler zu weich geworden seien. Deshalb hätten sie bei der Weltmeisterschaft in Brasilien auch keine Chance.

"Wir sind tougher als England", sagte Sanchez dem Express. Das Problem von Mannschaften wie den Three Lions bestünde darin, dass für sie "alles zu leicht" sei. Der Angreifer präzisierte: "Bereits mit zehn oder elf Jahren schließen sie sich diesen Akademien an, wo alles für sie getan wird."

Er selbst habe "Autos für so wenig Geld gewaschen, dass ich gerade genug hatte, um mir ein Paar Fußballschuhe zu kaufen." In Europa habe man hingegen "so viele andere Möglichkeiten, wenn du es als Profi nicht schaffst." Wäre er gescheitert, würde er "15 Stunden am Tag auf einer Baustelle arbeiten und immer noch nicht genug zum Leben verdienen."

Keine Regeln in Chile

Der Fußball in den Straßen Chiles sei die perfekte Schule für ihn gewesen, erklärte der 24-Jährige: "Es gab keine Regeln und keine Trainer, die einen beschützten. Weil ich so gut war, habe ich mit größeren Jungs gespielt, die mich am liebsten über die ganze Straße getreten hätten."

Sanchez stellte klar, dass es "nicht der Fehler Englands oder anderer europäischer Länder" sei, im Wohlstand aufzuwachsen, aber es habe Folgen: "Es im Leben zu leicht zu haben, macht einen weich."

Südamerikanische Teams im Vorteil

Mit Blick auf die Weltmeisterschaft im kommenden Sommer in Brasilien macht Sanchez den Three Lions wenig Hoffnung: "Ich denke nicht, dass England den Titel gewinnen kann. Sie haben einige sehr gute Spieler, aber sie können es nicht mit den Besten aufnehmen."

Überhaupt sei es für "jedes Team, das nicht aus Südamerika kommt", schwer, den Titel zu gewinnen. Lediglich Deutschland und Spanien traue er dies zu. Was die chilenische Mannschaft angeht, glaubt Sanchez an ein weites Vordringen: "Es ist nicht unser Heimturnier, aber wir sind im Vorteil. Wir müssen uns nicht an die Bedingungen in Südamerika gewöhnen."

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