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Hildebrand wartet auf Anruf
Im Sommer wurde er von Joachim Löw aus dem EM-Kader gestrichen, nun wartet Timo Hildebrand weiterhin auf ein Gespräch mit dem Bundestrainer. Gestern kehrte er mit dem FC Valencia erstmals nach der EURO nach Deutschland zurück, bestritt ein Testspiel in Mönchengladbach (2:4).
(tv) Valencia. Für den FC Valencia stand der Ex-Stuttgarter Hildebrand gestern in gegen Bundesligaaufsteiger Borussia Mönchengladbach eine Halbzeit lang im Kasten. Am Rande des Spiels fand der 29-Jährige außerdem Zeit für ein Interview. Er berichtete über die schwere Zeit nach der überraschenden Nicht-Nominierung für den deutschen EM-Kader, seine Zukunft im DFB-Dress und die Lage in Valencia.
Ohne große Hoffnung
„Ich bin im Sommer ausgebootet worden, was soll ich da groß erwarten“, zeigte sich Hildebrand im Hinblick auf eine Rückkehr ins DFB-Tor ohne große Hoffnung. Auch das Gespräch, das ihm Bundestrainer Löw nach der Nicht-Nominierung für die EURO 2008 in Aussicht gestellt hatte, gab es bislang nicht. „Bisher hat niemand angerufen und mit mir gesprochen. Ich will aber auch niemanden dazu auffordern“, so Hildebrand.
Reisen nach Irland und Amerika
Statt als zweiter Torhüter mit zur Europameisterschaft zu fahren, hat Timo Hildebrand die unverhoffte Freizeit im Sommer mit Reisen verbracht. „Ich habe abgeschaltet und Freunde besucht. Ich war in Irland bei meinem früheren Mannschaftskollegen Dirk Heinen und in Amerika. Ich habe versucht, das alles auszublenden“, berichtete er. Aber: „Wenn man nach Deutschland zurückkehrt, wird man natürlich an allen Ecken und Enden damit konfrontiert.“ Den von DFB-Coach Löw favorisierten Generationenwechsel kann er nicht verstehen. „Ich weiß nicht, was der Bundestrainer vorhat. Ich bin keine neue Generation. Ich bin 29 Jahre alt“, äußerte die ehemalige Nummer zwei im DFB-Tor seinen Unmut.
Hartes Geschäft
Nach einem zehntägigen Trainingslager in den Niederlanden wird sich Hildebrand nun in Valencia voll und ganz auf seine zweite Saison in der Primera Division konzentrieren. In seinem ersten Jahr in Spanien brachte er es auf immerhin 26 Einsätze für den FC Valencia, gewann den nationalen Pokal und verdrängte die dortige Torwart-Legende Santiago Canizares größtenteils auf die Ersatzbank. „Ich weiß ja, dass das Geschäft hart ist, aber jetzt habe ich es am eigenen Leib gespürt“, resümiert Hildebrand, der zwischendurch ebenfalls nur zweite Wahl war.
Blick in die Zukunft
Nach einer erneuten Wechsel im Vorstand und einer katastrophalen letzten Spielzeit, die der ehemalige spanische Meister und Champions League-Finalist nur auf Rang 10 beendete, hofft Hildebrand nun auf mehr Ruhe. „Unser neuer Trainer Unai Emery macht wirklich tolle Arbeit. Ich hoffe, dass es in dieser Saison etwas ruhiger wird. Wir haben ja jetzt den dritten Präsidenten innerhalb eines Jahres“, schilderte er die Situation. Zumindest sein neuer Trainer Unai Emery bescheinigt dem Deutschen bislang eine gute Arbeit: „Er trainiert gut. Und wir sind mit der Art und Weise, wie er arbeitet, sehr zufrieden.“
Eure Meinung: Sollte Bundestrainer Löw Timo Hildebrand zurück in den DFB-Kader beordern?
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