thumbnail Hallo,

Goal nominiert drei herausragende Spieler des englischen Rekordmeisters. Stimmt für Euren persönlichen Favoriten der Saison 2013/14 ab!

Im Prinzip glich die abgelaufenen Saison von Manchester United einem Albtraum. Viel Positives gab es nicht und Höhepunkt war für die Fans der Abpfiff am letzten Spieltag und damit das Ende der Spielzeit. David Moyes kam und ging und Sir Alex Ferguson wird nun einerseits noch mehr verehrt und andererseits für die Wahl seines Nachfolgers ungewohnt scharf kritisiert.

Moyes Versagen auf ganzer Linie lässt Fergusons Leistungen im Vorjahr in noch hellerem Licht erstrahlen. Andererseits blieb der Schotte an Bord und wird nun mit für einige fragwürdige Entscheidungen bei Trainer- und Spielerwahl angegangen. Der Abstieg des Meisters ist beispiellos.

Die Spieler tragen dafür ebenfalls große Verantwortung und der Kader der Red Devils entpuppte sich als nicht mehr so stark wie vor ein paar Jahren. Ein paar Lichtblicke gab es dennoch. Es folgen in alphabetischer Reihenfolge Goals Vorschläge für Uniteds Spieler der Saison. Ausschlaggebend waren die Leistungen in allen Wettbewerben. Am Ende des Artikels könnt Ihr abstimmen!

DAVID DE GEA


Im Vergleich zu den letzten Spielzeiten war es über weite Teile der Saison eine undankbare Aufgabe, das Tor hinter Manchester Uniteds Viererkette zu hüten. In der Abwehrreihe tummelten sich meist alternde Veteranen und unerfahrene Youngster. In der Innenverteidigung wurde ständig zwischen Jonny Evans, Chris Smalling, Phil Jones, Nemanja Vidic und Rio Ferdinand gewechselt. Ein eingespieltes Duo gab es nicht.

De Geas beeindruckende Saison mag zum Teil auch darin begründet sein. Der junge Spanier bekam deutlich mehr auf seinen Kasten und damit auch mehr Gelegenheiten, sich auszuzeichnen. Auf der Linie gibt es kaum stärkere Keeper als ihn. Danke seiner Athletik, seiner Reichweite und seiner starken Reflexe ist er kaum zu überwinden. Seine überragende Parade gegen Luis Suarez im Old Trafford gilt zum Beispiel bereits jetzt als eine der spektakulärsten Rettungstaten der Premier League.

Seine größte Entwicklung machte er aber in dieser Saison nicht unbedingt beim Abwehren von Torschüssen durch. Vielmehr verfügt der 23-Jährige mittlerweile über große Autorität und deutlich mehr Durchsetzungsvermögen in seinem Strafraum als noch vor zwei Jahren. Damals wurde er für seine Schwächen im Fünfer kritisiert, nun geht er viel robuster und entschlossener zur Sache.

De Gea ist nun einer der Juwelen in einer verblassten United-Krone. In den kalten, monetären Kategorien, in denen die Besitzerfamilie Glazer denkt, ist er vermutlich das wertvollste Ausstellungsstück.

ADNAN JANUZAJ


Der Name Adnan Januzaj war außerhalb des Old Traffords zu Saisonbeginn nur Wenigen bekannt. Mittlerweile ist der belgische Youngster in aller Munde und er zählt zu den talentiersten jungen Spielern in Europa. Trainer Moyes legte betont Wert darauf, seinen Youngster nicht zu verheizen. Und obwohl Januzaj in weniger als der Hälfte der Spiele in der Startelf stand, war er dennoch der aufregendste Spieler des Rekordmeisters.

Beeindruckend: Der 19-Jährige hatte überhaupt kein Problem damit, in schwierigen Situationen Verantwortung zu schultern. Januzaj ist der United-Spieler, der am häufigsten gefoult wurde. Er war mutig und niemand in seiner Mannschaft ging öfter ins Dribbling als der junge Belgier. Eine wohltuende Abwechslung zu den Safety-First-Flügelspielern Ashely Young und Antonio Valencia.

Logischweise gibt es auch bei Januzaj noch Luft nach oben. Vor allem in Sachen Konstanz muss er noch zulegen. Ein Punkt, der bei jungen Angreifern nicht ungewöhnlich ist. Er ist ein Rohdiamant, darüber sind sich auf der Insel alle enig: Er verfügt über eine herausragende Technik, kann den tödlichen Pass spielen und ist sehr gut in der Ballverarbeitung. Nicht zuletzt deshalb wird spekuliert, er könnte auf lange Sicht von der Außenbahn ins Zentrum rücken.

Der in Brüssel geborene Mittelfeldspieler mit kosovo-albanischen Wurzeln konnte sich zwischen nicht weniger als vier Nationalmannschaften entscheiden. Er wählte Belgien und wurde prompt in den Kader für die Weltmeisterschaft in Brasilien berufen. Es wäre nicht überraschend, sollte er sich in den Sommermonaten auch auf der ganz großen Bühne einen Namen machen.

WAYNE ROONEY


David Moyes muss sich viele Vorwürfe gefallen lassen. Zu seinen wenigen erfolgreichen Schachzügen zählte das Bauen der Brücke zwischen dem Verein und seinem wichtigsten Spieler.

Die Folge seiner erneuten Zockerei um einen neuen Vertrag ist ein gewisser Liebesentzug der Fans. Wayne Rooney genießt nicht mehr das Standing, dass er einst inne hatte. Dennoch kann kein Zweifel daran bestehen, dass der englische Nationalstürmer ein immens wichtiger Teil in Manchesters Offensivspiel ist.

Mit 17 Treffern in der Premier League landete er auf Platz fünf der Torjägerliste. Und das trotz wenig Unterstützung im Angriff. Zudem gab es nur zwei Spieler in der Liga, die mehr Assists lieferten. Kritiker werfen ihm vor, er verkörpere nicht mehr diese Unbekümmertheit, die ihn zu Beginn seiner Karriere auszeichnete. Seine Befürworter halten dagegen, Rooney sei nach wie vor einer der effizientesten Angreifer überhaupt.

Nachdem er vor zwei Jahren klar im Schatten Robin van Persies stand, hat Rooney die Verletzungsprobleme seines Sturmpartners voll ausgenutzt und sich wieder als Chef in der Offensive etabliert. Sein Output gehörte zu den wenigen Konstanten in Uniteds Saison.

Umfrage des Tages

Wer ist Manchester Uniteds Spieler der Saison?

Dazugehörig