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Der Schlussmann will dem Viertligisten die Show stehlen und seinerseits den Titel in die Höhe stemmen. Doch Bradford machte sich im Ligapokal einen Namen als Erstligisten-Schreck.

London. Gerhard Tremmel will am Sonntag im Ligapokal-Finale das Fußball-Märchen des Viertligisten Bradford City beenden und seinen ersten großen Titel auf der Insel feiern. Der frühere Bundesliga-Torhüter von Hertha BSC und Energie Cottbus steht mit dem Premier-League-Klub Swansea City am Sonntag (17.00 Uhr/MEZ) im Finale von Wembley gegen die „Zwerghühner“ aus Bradford.

Eigentlich nur Nummer zwei

„Das ist das größte Spiel meiner Karriere“, sagte der 34-Jährige. Wie Trainer Michael Laudrup bekannt gab, wird Tremmel wie auch in den Ligapokal-Spielen zuvor in der Startelf stehen, obwohl er eigentlich nur die Nummer zwei hinter dem Niederländer Michel Vorm ist.

 Tremmel kann damit leben, weil er sich bei den „Schwänen“ wohlfühlt. Erst kürzlich verlängerte er seinen Vertrag um zwei Jahre.

Viertligist will den großen Coup

Noch überraschender als das Mitwirken von Swansea ist die Final-Teilnahme von Bradford, das ein kleines Fußball-Wunder vollbrachte. Die „Zwerghühner“, wie der Klub genannt wird, weil der Vereinsbus im Jahr 1911 ein solches überfahren hatte, sorgte für die große Sensation.

 Die Nord-Engländer setzten sich gegen Wigan Athletic und den FC Arsenal im Elfmeterschießen durch und warfen im Halbfinale Aston Villa aus dem Wettbewerb, den dritten Erstligisten. Einen Viertligisten im Endspiel gab es zuletzt 1962.

Seit dem Jahr 2000 musste Bradford einige Rückschläge hinnehmen. Zwei Insolvenzen galt es zu überstehen, zehn Trainer gaben sich die Klinke in die Hand. Nun ist der Erfolg wieder da, eine neue Euphorie ist entfacht. Rund 30.000 Fans werden den Underdog am Sonntag in Wembley anfeuern.

EURE MEINUNG: Kann Swansea sich gegen Bradford im Finale durchsetzen?

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