FA-Cup-Finale: Wigan will Sieg gegen Manchester City als Starthilfe für Klassenerhalt

Wigan hat im FA Cup bereits Vereinsgeschichte geschrieben. Am Samstag kann dem noch die Krone aufgesetzt werden - der Druck im Finale lastet ohnehin auf ManCity.
London. Im Finale des englischen FA Cups stehen sich am Samstag Manchester City und Wigan Athletic gegenüber. Während der Abstiegskandidat aus dem Westen eigentlich ganz andere Dinge im Kopf hat, muss für das Starensemble von Trainer Roberto Mancini unbedingt der Titel her.

Mit dem ersten Finaleinzug im FA Cup hat Wigan Athletic in dieser Saison bereits Vereinsgeschichte geschrieben. Am Samstag könnte die Mannschaft dem bisher Erreichten im Londoner Wembley Stadion noch die Krone aufsetzen.

"Es ist schön und gut, im Finale zu sein, aber wir wollen es auch gewinnen", gibt Kapitän Gary Caldwell das Ziel vor. Und auch Trainer Roberto Martinez hofft, dass sich seine Mannschaft für die bisherigen Leistungen im Pokal belohnt: "Es war ein unglaublicher Weg und ich habe das Gefühl, dass das wichtigste Kapitel erst noch geschrieben werden muss. Wir werden den Auftritt genießen und wir wollen jeden in Wigan stolz auf uns machen."

FA Cup im Schatten des Abstiegskampfs

Insgesamt aber kommt das Finale für Wigan zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. In der Liga fehlen nach wie vor drei Punkte auf den Relegationsplatz und bei nur noch zwei ausstehenden Partien schwinden die Chancen auf den Klassenerhalt immer weiter.

Auch für Caldwell gestaltet sich die Situation schwierig: "Es ist etwas bizarr, dass die letzten beiden Ligaspiele wichtiger sind als das FA-Cup-Finale." Der Pokalsieg allerdings könnte dem Team enormen Rückenwind  "und den Glauben geben, dass in den letzten beiden Spielen alles möglich ist".

Wirbel um Martinez

Für viel Wirbel bei Athletic sorgten zuletzt auch Spekulationen um Trainer Martinez. Der Spanier wird beim FC Everton als Nachfolger von David Moyes gehandelt, der das Erbe von Sir Alex Ferguson auf der Trainerbank von Manchester United antritt. Martinez bekräftigte aber, dass seine Mannschaft den Fokus nicht verlieren wird. "Alles, was zählt, ist Wigan Athletic. Was immer durch die Medien von außen hereingetragen wird, beeinflusst den Klub und das Team nicht", so der 39-Jährige.

Personell wird er auf einige wichtige Spieler verzichten müssen. Mit Ronnie Stam (Knöchel) gesellte sich unlängst noch ein weiterer Spieler zu der ohnehin schon langen Verletztenliste hinzu. Neben dem Verteidiger werden auch Jean Beausejour, Ivan Ramis, Antolin Alcaraz und Maynor Figueroa nicht zur Verfügung stehen. Bei City ist Yaya Toure wohl fit.

Letzte Titelchance für Manchester City

Im Gegensatz zu Wigan steht Manchester City im Endspiel unter Druck. Obwohl vor der Saison viel Geld in neue Spieler investiert wurde, blieb der Verein bislang weit hinter den Erwartungen zurück. In der Champions League schied man bereits in der Gruppenphase kläglich aus und auch in der Liga ging die Meisterschaft klar an den Stadtrivalen Manchester United. Der FA Cup ist für die Citizens nun also die letzte Chance, um in dieser Spielzeit doch noch etwas zu holen.

Auf dem Papier sind sie auch der haushohe Favorit. Im letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams in der Liga tat sich City gegen den Abstiegskandidaten aber mehr als schwer. Am Ende gewann das Team von Trainer Roberto Mancini dank eines Treffers von Carlos Tevez kurz vor Schluss nur knapp mit 1:0.

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