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Mourinho kontert Hazard: Keiner, "der sich zu 100 Prozent für die Mannschaft opfert"

Jose Mourinho hat auf Hazards Bemerkungen zu Chelseas Spielstil reagiert und die Defensivbereitschaft des Belgiers kritisiert.

London. Nach dem Champions-League-Aus gegen Atletico Madrid fliegen bei Chelsea zwischen Trainer Jose Mourinho und Mittelfeldass Eden Hazard verbal die Fetzen. Der Portugiese hat seinen Spieler nach dessen Kritik am Stil des Trainers einen Rüffel erteilt und Hazards Willen zur Defensivarbeit infrage gestellt.

Nach dem verlorenen Halbfinale hatte Hazard den Stil der Blues angesprochen, die gegen Atletico auch spielerisch an ihre Grenzen stießen: „Chelsea ist nicht dafür gemacht, Fussball zu spielen. Wir sind gut im Kontern, so ein bisschen wie Real gegen Bayern. Das war eine Lektion für uns.“

"Mental noch nicht soweit"

Mourinho antwortete nun und kritisierte Hazards Bereitschaft zur Defensivarbeit. Beim Ausgleichs-Treffer Atleticos war dem belgischen Nationalspieler Außenverteidiger Juanfran entwischt, der in der Mitte Adrian Lopez bediente. Mourinho wies darauf hin: „Eden ist mental noch nicht soweit, auf den Außenverteidiger hinter ihm zu schauen, und für ihn zu kämpfen. Wenn man den ersten Gegentreffer anschaut, sieht man, wo der Fehler war. Ein Team auf Top-Level kann sich so etwas nicht leisten.“

„Gegen Atletico in Madrid hat Wilian auf links gespielt und Ashley Cole unterstützt. In Liverpool war es Schürrle, der einen gefährlichen Mann wie Glenn Johnson aus dem Spiel nahm“, wies The Special One darauf hin, dass er von jedem seiner Offensivspieler auch jede Menge Laufarbeit nach hinten erwartet.

Charakterfrage für Hazard?

Mourinho stellte in Bezug auf seinen Mittelfeldstar sogar die Charakterfrage: „Er ist nicht der Typ Spieler, der sich zu 100 Prozent für die Mannschaft opfert. Ich bin damit nicht glücklich. Schon die ganze Saison rede ich mit ihm und versuche, das zu verbessern.“ Dass seine kritischen Worte etwas mit den Aussagen Hazards zu tun hätten, bestritt Mourinho allerdings.

„Ich habe das Interview gehört, es wurde von einigen Medien ziemlich verdreht. Es soll angeblich kritisch gemeint sein, doch das sehe ich nicht so“, erklärte Mourino weiter.

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