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Manchester United will Jürgen Klopp als Moyes-Nachfolger

Der Nachfolger von Sir Alex Ferguson soll nach einer sportlichen Katastrophensaison bereits vor dem Aus stehen. Auf Moyes soll nun ein guter Bekannter aus der Bundesliga folgen.

EXKLUSIV
Von Wayne Veysey

Manchester. Manchester United sieht in Jürgen Klopp den Nummer-1-Nachfolger für David Moyes im Old Trafford, wie Goal enthüllen kann. Der Trainer von Borussia Dortmund ist Uniteds erste Wahl, wenn man sich von David Moyes trennen sollte. Dessen glücklose Ära wird nach elf Monaten schon bald beendet sein.

KLOPP-WECHSEL WÄRE ÜBERRASCHUNG
DER BLICK AUS DEUTSCHLAND

Von Falko Bloeding | Goal Deutschland

Es wäre nicht schlau von Manchester United, sollte man einen Trainer wie Jürgen Klopp nicht ins Visier nehmen. Aber um ehrlich zu sein, die Chancen stehen nicht gut, dass Klopp Borussia Dortmund verlässt. Beim BVB zeigt er Woche für Woche seine Liebe zum und für den Verein – von Müdigkeit keine Spur, er brennt für seine Aufgaben bei der Borussia.

Erst im vergangenen Oktober hat er seinen Vertrag vorzeitig bis 2018 verlängert und erklärte dabei unmissverständlich: "Wir alle sind nach wie vor ein bisschen verliebt in diesen Verein und in die Art und Weise, wie die Dinge hier ablaufen. Nichts bringt uns auseinander. Bis 2018 muss also keiner mehr anrufen."

Zudem bestätigte Klopp im vergangenen Sommer, dass es Anfragen für ihn gab, aber dass er Borussia Dortmund nicht verlassen wolle. "Es lagen in der Tat einige Anfragen vor. Auch von Vereinen, von denen ich nicht gedacht hätte, dass sie jemals Interesse haben könnten, mein Trainerteam und mich zu verpflichten. Aber mein Respekt vor dem Klub ist so hoch, dass ich zu keinem Zeitpunkt einen Gedanken an einen Abschied verschwendet hätte. "

Der Respekt dem BVB gegenüber sei allerdings so groß, dass er sich keine Gedanken darüber gemacht habe. Damit ein Wechsel überhaupt möglich wäre, müsste sich das Gefühl der Mannschaft zu ihm verändern, sagte Klopp.

"Ich würde niemals Jürgen Klopp entlassen. Niemals. Nie", erklärte Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund, in einem Interview mit dem Kicker. Watzke damals weiter: "Jürgen Klopp schließt keine Verträge, um sie zu brechen. Das hat er noch nie gemacht."

Damit ein Wechsel überhaupt möglich wäre, müsste sich das Gefühl der Mannschaft zu ihm verändern, erklärte Klopp. Und genau das ist bisher auch nicht passiert und scheint auch in naher Zukunft nicht einzutreffen.

Wie Goal weiß, hat man in Klopps Umfeld bereits anklingen lassen, den 46-Jährigen ins Theatre of Dreams lotsen zu wollen.

Auch mit Luis van Gaal soll es bereits erste Gespräche gegeben haben. Der Niederländer ist nach Ablauf seines Engagements mit der niederländischen Nationalmannschaft im Sommer frei für eine neue Aufgabe.

Van Gaal aus dem Rennen?

Nach dem Treffen in der vergangenen Woche soll es bei den Verantwortlichen starke Zweifel an einer Verpflichtung des Niederländers geben, da sein diktatorischer Führungsstil nicht unbedingt das Beste in den Spielern hervorbringe. Besonders die älteren Spieler hatten schon mit dem autoritären Moyes ihre Probleme.

Laut Goal-Informationen wird der Schotte aller Voraussicht nach noch vor der Partie am Samstag gegen Norwich City von seinen Ämtern enthoben.

Ryan Giggs soll dann interimsweise die Rolle des Teammanagers übernehmen. Der 40-jährige Spielertrainer soll allerdings keine echte Option auf eine feste Nachfolge sein und nur bis Saisonende das Zepter in der Hand halten.

Klopp etablierte Dortmund

Klopp, der noch einen laufenden Vertrag bis 2018 besitzt, hat den BVB als zweite Kraft im deutschen Fußball etabliert, nachdem er vor sechs Jahren von Mainz ins Ruhrgebiet gewechselt war.

Klopp hat den Verein in den Jahren 2011 und 2012 zum Meistertitel geführt und konnte auch den DFB-Pokal gewinnen, sowie mit dem Team in der vergangenen Saison bis ins Champions-League-Finale vordringen.

Dortmunds Rolle in Europa konnte er auch in dieser Saison weiter festigen. Erst im Viertelfinale war gegen Real Madrid Schluss, obwohl man beim 2:0-Heimerfolg kurz davor war, das Hinspielresultat (0:3-Niederlage) zu egalisieren.

Transfer-Offensive geplant

Aktuell befindet man sich auf Platz zwei hinter dem designierten Meister Bayern München, hat aber bereits die direkte Champions-League-Qualifikation für die kommende Saison in der Tasche.

In den vergangenen Jahren war Jürgen Klopp bereits des Öfteren mit einem Wechsel auf die Insel in Verbindung gebracht worden. Dabei unterstrich er aber immer wieder seine Loyalität zu dem Klub, unter dem er sich international einen Namen gemacht hat.

United glaubt, dass der Verein das Prestige und die Klubhistorie habe, um Jürgen Klopp davon zu überzeugen, im Sommer bei den Red Devils anzuheuern.

Die Finanzgeber, angeführt von der Glazer-Familie und dem zweiten Vorsitzenden Ed Woodward, sind gewillt, dem neuen Trainer für die kommende Saison bis zu 240 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen, um das Team sportlich umzukrempeln.

 

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