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Mesut Özil: "War klar, dass ich in ein Loch falle"

Überraschend offen geht Mesut Özil mit seinem Formtief um und hatte eine Erklärung parat. In Zukunft will er sich ausschließlich auf das Sportliche konzentrieren.

London. Arsenals Mesut Özil hat in einem Interview Stellung zu seiner Formkrise genommen und seinen Leistungseinbruch erklärt. Darüber hinaus berät Vater Mustafa den Nationalspieler seit Ende letzten Jahres nicht mehr, wovon sich Özil offenbar mehr Ruhe und Konzentration auf sportliche Aspekte erhofft.

Nach seinem schwachen Auftritt im Champions-League-Achtelfinale gegen den FC Bayern München war Özil in England heftig in die Kritik geraten, einige Zeitungen warfen ihm vor, dass er bei Rückstand kaum zu gebrauchen wäre. "Darüber mache ich mir gar keine Gedanken", betonte Özil in der Sport Bild.

Özil fehlte die Vorbereitung

Immerhin hätten die gleichen Zeitungen drei Wochen zuvor etwas anderes geschrieben, "und in drei Wochen werden sie auch wieder was ganz anderes schreiben. Das ist in England Teil des Geschäfts." Darüber hinaus hatte der 25-Jährige eine Erklärung für sein Leistungstief parat, immerhin habe er durch seinen späten Wechsel von Real Madrid zu den Londonern große Teile der Vorbereitung verpasst.

"Fast alle neuen Spieler haben in der Premier League eine Eingewöhnungszeit gebraucht. Das hat zuletzt auch Jens Lehmann gesagt. Hier gibt es ganz andere Anforderungen", stellte Özil klar und erklärte weiter: "Bei mir war klar, dass ich in ein Loch falle, weil mir die gesamte Vorbereitungszeit mit Arsenal fehlt. Zwischendurch war ich auch nicht zufrieden mit meiner Leistung. Aber das habe ich mittlerweile überstanden."

Schwieriges Berufsverhältnis mit Vater Mustafa

Darüber hinaus will sich der Nationalspieler jetzt nur noch auf seine Karriere konzentrieren. "Ich habe mich immer als Fußballspieler gesehen und sehe mich auch weiter als Fußballspieler. Das weiß jeder, der mich kennt", stellte Özil klar.

Zuvor soll das durch Vater Mustafa, der seit 2011 auch als Berater für seinen Sohn tätig war, phasenweise schwierig gewesen sein. Wie die Zeitschrift berichtet, soll Mustafa Özil versucht haben, Sohn Mesut auch als Popstar wie etwa David Beckham oder Cristiano Ronaldo zu inszenieren und gab dafür unter anderem große Empfänge mit prominenten Gästen.

Im Oktober des letzten Jahres beendete der Offensivmann dann die geschäftliche Zusammenarbeit, seitdem wird er von Bruder Mutlu sowie PR-Berater Roland Eitel und Rechtsanwalt Erkut Sögut betreut. "Es gibt nahezu wöchentlich Anfragen. Momentan stehen aber Arsenal und die Vorbereitung auf die WM im Vordergrund", so Eitel. Daher schließe Özil im Moment beispielsweise auch keine neuen Sponsorenverträge ab.

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