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Serge Gnabry - der aufgehende Stern des FC Arsenal auf der Überholspur

Spätestens nach der schweren Verletzung von Theo Walcott rückt der U19-Nationalspieler in den Fokus der Gunners - doch wer ist Gnabry und warum hat der BVB angeblich Interesse?

PORTRÄT

18 Jahre jung, gerade einmal 1,73 Meter groß, und doch sorgt Serge Gnabry derzeit für viel Aufsehen. In der Premier League schrieb er bereits als zweitjüngster Torschütze nach Cesc Fabregas Geschichte, nun will er sich beim FC Arsenal einen Stammplatz erkämpfen. Viele fragen sich allerdings: Woher kommt Gnabry so plötzlich und was hat er drauf? Wir stellen den nächsten "German Gunner" einmal vor.

Aus der Jugend des VfB Stuttgart

Sechs Jahre verbrachte Gnabry in der Jugend des VfB Stuttgart, ehe der FC Arsenal anklopfte. Die Gunners sind dafür bekannt, junge Talente zu fördern und bei Gnabry gab es nicht viel zu überlegen: 100.000 Euro blätterte Arsenal damals hin, um den Rechtsaußen nach England zu lotsen. Lange überlegen musste Gnabry nicht – das Abenteuer Premier League begann.

Danach ging alles sehr schnell: Ein Jahr in der U18, dann in der U21 des FC Arsenal, ehe er es im Juli 2013 in die Profimannschaft schaffte, mit zarten 18 Jahren. Gnabry ist zwar klein, doch seine Physis und Robustheit lässt keine Zweifel aufkommen – Mikel Arteta bezeichnete ihn jüngst im Mirror als "kleinen Boxer" und zeigte sich begeistert vom deutschen Youngster.

SERGE GNABRY | FC Arsenal

Daten
Alter 18 (14.07.1995)
Marktwert 2 Millionen Euro (Quelle Transfermarkt)
Vertrag bis 2018
Statistik
Position Rechtsaußen
Einsätze 2013/14 13
Tore/Vorlagen 4/5

Debüt unter Löws Augen

Zwei Monate später war es dann soweit: Gegen Stoke City feierte Gnabry im Emirates sein Debüt, und was für eins. Joachim Löw konnte sich höchstpersönlich davon überzeugen, wieviel Talent in diesem Spieler steckt. Der Nationaltrainer war damals nach London gereist, um sich das Spiel des FC Arsenal anzuschauen. Nur sechs Tage später stand er gegen Swansea wieder in der Startelf und erzielte prompt seinen ersten Treffer – Arsenal gewann mit 2:1 und Gnabry schrieb mit seinen 18 Jahren als zweitjüngster Premier-League-Torschütze Geschichte. Ende Oktober durfte er noch einmal gegen Crystal Palace ran, danach wurde es schwierig für ihn, einen Platz im Team zu finden. Gnabry fand sich teilweise nicht einmal im Kader der Gunners – der Höhenflug schien zunächst vorbei.
EXPERTENMEINUNG AUS ENGLAND
James Goldman (Goal UK)

"Gnabry ist ein typischer Arsenal-Spieler – vielseitig und in der Lage, auf mehreren Positionen zu spielen. Nach der Verletzung von Theo Walcot ist Gnabry der logische Lückenfüller und könnte es in die erste Elf schaffen. Der 18-Jährige ist bodenständig, spricht fließend englisch und passt in das Anforderungsprofil von Arsene Wenger. Für die WM 2014 ist es vielleicht noch zu früh, doch Gnabry wird seinen Weg gehen."


Der perfekte Walcott-Ersatz?

Der FC Arsenal setzte allerdings zum richtigen Zeitpunkt ein wichtiges Zeichen: Gnabry verlängerte im Oktober seinen Vertrag langfristig bis 2018. Arsene Wenger bezeichnet ihn als "künftigen Superstar" – kein Wunder also, dass ein so junges Talent gleich vier Jahre an den Verein gebunden wurde. Spätestens nach der Verletzung von Theo Walcott ist klar: Gnabry wird seine Chance bekommen.

Auf der Position des Rechtsaußen verkörpert der (1,73 Meter) kleine U19-Nationalspieler all das, was Wenger sich unter einem Arsenal-Spieler vorstellt. Gnabry kombiniert die Geschwindigkeit eines Walcotts mit einer physischen Präsenz, über die man in seinem Alter nur selten verfügt. Ein Konkurrent auf dieser Posotion ist Alex Oxlade-Chamberlain, doch der Engländer ist nach seiner schweren Verletzung noch nicht bei hundert Prozent.

BVB klopft an

Beim FA-Cup-Spiel gegen Tottenham stand Gnabry vor seiner nächsten Bewährungsprobe, die er mit Bravour meisterte. Der 18-Jährige bereitete einen Treffer vor – in einer Art und Weise, wie man es eher von einem erfahrenen Flügelspieler kennt. Nicht nur aufgrund dieser Vorstellung hat Gnabry anscheinend das Interesse von Borussia Dortmund geweckt. Wie die Bild berichtete, plante Jürgen Klopp, den Youngster in die Bundesliga zu locken, doch Gnabry lehnte schnell ab: Er wolle sich in der Premier League durchsetzen.

In den englischen Medien ist Gnabry noch ein unbeschriebenes Blatt, außer bei den eingefleischten Arsenal-Fans. Das wird sich allerdings bald ändern, denn Gnabry hat trotz seiner jungen Jahre die Eierschalen abgelegt und ist bereit für den nächsten Schritt - mit Arsene Wenger als Ziehvater.

EURE MEINUNG: Sehr Ihr Serge Gnabry bald in der Startelf des FC Arsenal?

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