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Mertesacker: "Bayern ist ein gutes Los!"

Der Nationalspieler hat keine Angst vor dem CL-Duell und erinnert an das Ergebnis im letzten Jahr. Die Kuschelatmosphäre im Profifußball beurteilt der 29-Jährige kritisch.

London. Mit dem FC Arsenal trifft Per Mertesacker im Achtelfinale der Champions League auf den FC Bayern München. Angst hat der Nationalspieler nicht. Das gesamte Gunners-Team sei besser geworden. Selbst den öffentlichen Konflikt mit Mesut Özil beurteilt der 29-Jährige positiv.

"Pack schlägt sich, Pack verträgt sich. Ernsthaft: Mesut ist in den letzten Jahren unheimlich erwachsen geworden", sagte Mertesacker der Bild am Sonntag. Er hatte seinen Teamkollegen nach der 3:6-Pleite gegen Manchester City am 14. Dezember 2013 noch auf dem Platz zur Rede gestellt, weil sich Özil bei den Fans nicht für die Unterstützung bedankt hatte.

Dass beide von 2008 bis 2011 gemeinsam bei Werder Bremen spielten, sei positiv für das Verhältnis. "Wir können uns die Meinung sagen, es kann auch mal krachen, aber wir kommen dann auch ganz schnell wieder miteinander klar", so Mertesacker.

Streitkultur im Fußball unterdrückt

Generell gebe es im heutigen Fußball zu wenig Reibereien. "Nur Friede, Freude, Eierkuchen führt zu nichts, da kannst du dich als Mannschaft nicht entwickeln", sagte der Verteidiger: "Meiner Meinung nach ist es ohnehin nicht gut, dass die Streitkultur im Fußball heute mehr und mehr unterdrückt wird. Streiten kann auch fruchtbar sein."

Der Erfolg gab dem Team von Arsene Wenger zuletzt Recht. Nach 12 Spieltagen an der Tabellenspitze der Premier League gab Arsenal nur für drei Tage die Tabellenführung an den FC Liverpool ab. "Das ganze Team hat in der Entwicklung einen Sprung nach vorne gemacht. Wir sind gereift. Und die kleine Durststrecke von drei Spielen ohne Sieg haben wir auch hinter uns gebracht", freute sich Mertesacker.

Selbstvertrauen für die Champions League

Der Fortschritt in England gibt den Londonern auch Selbstvertrauen für die Champions League. Nach der überstandenen Gruppenphase wartet im Achtelfinale wie in der Saison 2012/2013 der deutsche Rekordmeister. "Ich empfinde das als gutes Los", erklärte Mertesacker über das Duell mit dem Titelverteidiger.

Der in Hannover geborene Abwehrspieler wies darauf hin, dass Arsenal den FCB schon in der vergangenen Saison beim Rückspiel 0:2 schlug. Es war eine von nur drei Niederlagen der Münchener im Jahr 2013. Arsenal habe damit bewiesen, dass es ein Spitzenteam wie Bayern schlagen könne.

"Deshalb steckt in dem Spiel auch sehr viel Brisanz. Ich erinnere mich noch, welche Lähmung bei Bayern zu spüren war, als wir das 2:0 gemacht haben. Da sind sie fast gekippt", sagte Mertesacker: "Und ich hatte auch jetzt nicht das Gefühl, dass die Bayern über uns als Gegner gejubelt haben."

Arsenal war am 13. März 2013 nur ausgeschieden, weil der FCB beim Hinspiel im Emirates-Stadium 3:1 gewonnen hatte. Das zusätzliche Auswärtstor ermöglichte den Münchenern erst den Weg ins Finale, das sie schließlich gegen Borussia Dortmund mit 2:1 gewannen.

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