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Der Keeper machte mit seinem Knaller direkt nach Anpfiff Schlagzeilen und war zwar happy, fühlte jedoch auch mit dem Keeper-Kollegen auf der anderen Seite.

Stoke-on-Trent.Nach seinem spektakulären Treffer aus über 90 Metern war dem bosnischen Torwart Asmir Begovic vom englischen Premier-League-Klub Stoke City gar nicht zum Feiern zumute. "Bei solchen Bällen sehen Torhüter immer schlecht aus, deswegen habe ich aus Respekt auch nicht gejubelt. Es tut mir für Boruc leid", sagte Begovic und dachte zuerst an seinen geschlagenen Keeper-Kollegen Artur Boruc vom FC Southampton.

Es war erst der fünfte Treffer eines Torhüters in der Geschichte der Premier League, zuvor hatten bereits Peter Schmeichel, Tim Howard, Brad Friedel und Paul Robinson getroffen. Zugleich war es das fünftschnellste Tor in der Geschichte der englischen Eliteliga.

Nach nur 13 Sekunden hatte der 26 Jahre alte Begovic im eigenen Strafraum nach einem Rückpass zum Befreiungsschlag angesetzt - der Ball segelte nach einer Bodenberührung und mit jeder Menge Unterstützung des Windes ins gegnerische Tor. "Es ist ein cooles Gefühl, aber eben auch ein glücklicher Zufall. Es war ein langer Ball, der vom Wind erwischt wurde und dann seltsam aufgesprungen ist", sagte Begovic. Kurios: Für seinen Rückpass bekam der Niederländer Erik Pieters sogar einen Scorerpunkt gutgeschrieben.

Ergebnis plötzlich unwichtig

Am Ende reichte es für Stoke um den deutschen Ex-Nationalspielers Robert Huth gegen Southampton zu einem 1:1, doch alle sprachen nur über Begovics kuriosen Treffer. Von englischen Medien bekam er sofort den Namen "Freak-Tor" verpasst, lief im Fernsehen rauf und runter und ging via Youtube und in den sozialen Netzwerken schnell um die Welt.

"Ich will nicht mehr daran denken", sagte der geschlagene Pole Boruc (33), der sich nun wohl noch viele Jahre lange als Depp in diversen Rückblicken verspotten lassen muss: "Ich mache den Wind dafür verantwortlich und mir tut es für meine Teamkollegen und die Fans wirklich leid. Ich verspreche, dass ich die verlorenen zwei Punkte zurückholen werde."

Nach dem Spiel habe Begovic derweil zu Stokes Teammanager Mark Hughes gesagt, dass er in dieser Saison gerne noch weitere Tore für die "Potters" schießen würde. "Technisch war sein Schuss jedenfalls perfekt, er hat das clever gemacht und die Bedingungen sehr gut ausgenutzt", sagte Hughes.

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