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Sir Alex Ferguson verrät: Wayne Rooney wollte Mesut Özil bei Manchester United sehen

Sir Alex Ferguson hat in seiner Autobiographie nicht nur Wayne Rooneys Fitnesszustand kritisiert. Er verriet auch, dass Rooney einst an der Seite Mesut Özils spielen wollte.

Manchester. In seiner am Donnerstag erscheinenden Autobiografie äußert sich Sir Alex Ferguson ausführlich zu seinem früheren Schützling Wayne Rooney. Der langjährige Erfolgstrainer von Manchester United bescheinigt dem Stürmer darin großes Talent und mangelnde Fitness. Außerdem verriet Ferguson, dass Rooney einst die Verpflichtung von Mesut Özil forderte.

Das war im Oktober 2010. Damals war Rooney mit Uniteds Transferpolitik nicht einverstanden und wollte den Klub verlassen. Er lud Ferguson zu sich nach Hause ein. Der schottische Ex-Coach erinnert sich in vorab veröffentlichten Auszügen seiner Autobiografie: "Bei diesem Meeting war er (Rooney) ziemlich verlegen. Ich fand, er wirkte als wäre er auf das programmiert worden, was er sagen sollte. Der Kern seiner Beschwerde war, dass wir nicht ehrgeizig genug seien. Meine Antwort an Wayne war: 'Wann haben wir in den letzten 20 Jahren nicht um den Meistertitel gekämpft? Wie viele Europokalendspiele haben wir in den letzten drei oder vier Jahren erreicht?' Ich sagte ihm, seine Aussage über mangelnden Ehrgeiz sei Blödsinn."

Weiter schreibt "Fergie": "Wayne sagte, dass wir Mesut Özil hätten verpflichten sollen. Der war gerade von Werder Bremen zu Real Madrid gewechselt. Ich entgegnete ihm, es sei nicht seine Angelegenheit, welche Spieler wir verfolgten. Ich stellte klar, dass es sein Job war, zu spielen und Leistung zu bringen. Mein Job war es, die richtige Mannschaft aufzustellen und bis dahin hatte ich das immer hinbekommen."

"Wayne wurde einfach überrannt"

Auch seine Fitnesswerte brachten Rooney bei Ferguson mehrfach Minuspunkte ein. "Er hat großartige Qualitäten, die aber oft von mangelnder Fitness überschattet werden", so Ferguson. "Wenn er ein paar Wochen verletzt war, konnte es vier oder fünf Spiele dauern, bis er wieder in Form war", schrieb der Schotte und stellte Rooney diesbezüglich in Kontrast zu zwei anderen United-Legenden: "Cristiano Ronaldo und Ryan Giggs sind Spieler, die von sich aus sehr auf sich achten. Wayne musste sich immer überwinden."

Ferguson blickte zudem ausführlich auf seine letzte Spielzeit an der Seitenlinie der Red Devils zurück, in der Rooney körperlich abgebaut hätte: "In meinem letzten Jahr fühlte ich, dass er etwas von seinem Schub verloren hatte. 

Zwar sei er "nach wie vor in der Lage gewesen, großartige Dinge zu tun" wie etwa sein Fallrückzieher-Tor gegen City. "Solche Geistesblitze waren bei ihm immer garantiert. Aber mit der Zeit hatte er immer mehr damit zu kämpfen, über 90 Minuten zu gehen. Er schien während des Spiels zunehmend müde zu werden", so das schonungslose Fazit des 71-Jährigen, der ein konkretes Beispiel gab: "Gegen Aston Villa habe ich ihn einmal rausgenommen, weil Villa mit einer laufstarken, jungen Mannschaft spielte und ihr Einwechselspieler Wayne einfach überrannte."

Rooney sei zwar "nicht der mit der schnellsten Auffassungsgabe" gesegnet gewesen, "aber was er hatte, war ein natürlicher Insinkt für das Spiel, ein intuitives Bewusstsein, wie Fußball funktioniert. Ein bemerkenswertes, seltenes Talent", rang sich Ferguson, der zwischen 1986 und 2013 13 Meisterschaften und zwei Champions-League-Titel gewann, doch noch zu einem Lob für den umstrittenen Stürmer durch.

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