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Muss sich Emmanuel Adebayor bald einen neuen Klub suchen? Der Stürmer wird vorerst zur zweiten Mannschaft der Spurs versetzt, seine Zukunft in London scheint unsicher.

London. Für Emmanuel Adebayor gibt es vorerst keinen Platz in der ersten Mannschaft der Tottenham Hotspur. Der 29-Jährige ist im Sturm nur noch die dritte Wahl und hatte wegen des Todes seines Bruders in Togo zuletzt einige Wochen in Afrika verbracht.

Adebayor aussortiert

Wie Spurs-Trainer Andre Villas-Boas laut dem Guardian bestätigt, kehrt Adebayor am Montag nach London zurück, nachdem er vom Klub einen längeren Aufenthalt in der Heimat gewährt bekommen hatte. Ende August war er bereits kurzzeitig in London, durfte dann aber nochmals nach Togo. "Bis ich es anders entscheide, wird er mit der zweiten Mannschaft trainieren", kündigte Villas-Boas an.

Ohnehin scheint Tottenham derzeit nicht mit dem Togolesen, der im vergangenen Sommer bis 2015 an der White Hart Lane unterschrieb, zu planen. Im Sommer verpflichteten die Londoner Roberto Soldado für rund 30 Millionen Euro vom FC Valencia, der Spanier traf in den ersten vier Pflichtspielen bereits vier Mal. Hinter Soldado gilt Jermain Defoe als erster Backup.

Tottenham unterstützt Anhänger

Aber selbst der gut besetzte Sturm der Hotspurs kann die Fans nicht von dem Fakt ablenken, dass die FA die Fan-Bezeichnung "Yid" verbieten will.

Die Debatte um den Namen "Yid", mit dem sich Hotspur-Fans identifizieren, geht weiter. Die FA will den Begriff verbieten, Tottenham stellt sich vor seine Anhänger.

Seit Jahren wird bereits diskutiert, ob der jiddische Ausdruck "Yid" oder "Yiddo", mit dem sich Fans der Tottenham Hotspur oftmals selbst bezeichnen, beleidigend gegenüber Juden ist. Jetzt ist der englische Fußballverband FA eingeschritten und droht mit Strafen, sollte der Begriff weiter verwendet werden. Der Verein wehrt sich.

Über mehrere Jahrzehnte nutzten gegnerische Fans die starke Verbindung der Spurs zur jüdischen Gemeinde, um antisemitische Parolen gegenüber den Spurs-Fans zu äußern. Diese reagierten, indem sie sich selbst als "Yid Army" oder "Yids" bezeichneten und sich somit zu den zahlreichen jüdischen Fans bekannten.

Harte Sanktionen

Dem will die FA jetzt offenbar einen Riegel vorschieben. In einem Statement des Verbandes heißt es, dass der Begriff abwertend und beleidigend sei und daher von niemandem verwendet werden sollte - andernfalls drohen Strafen:Ich? "Der Gebrauch des Begriffs in der Öffentlichkeit könnte einer kriminellen Beleidigung gleich kommen. Diesen Fans würden daher rechtliche Verfolgung und ein längeres Stadionverbot drohen."

Der Klub verteidigte in einem Statement den Standpunkt seiner Anhänger: "Wir sind uns der Sensibilität des Themas bewusst. Unsere Fans haben den Gesang ursprünglich als Abwehrmechanismus übernommen, um den Begriff selbst zu verwenden und somit vor antisemitischem Gebrauch zu bewahren. Sie benutzen ihn nicht mit der Absicht, jemanden zu beleidigen."

Gleichzeitig seien sich die Verantwortlichen im Verein allerdings bewusst, "dass dies eine komplexe Debatte ist und dass, um ein positives und sicheres Umfeld für alle Fans zu schaffen, man darüber nachdenken sollte, ob die kontinuierliche Nutzung des Begriffs angebracht und angemessen ist".

EURE MEINUNG: Sollte der Begriff verboten werden?

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